Berühmte Liebespaare – Tamino und Pamina

Tamino-und-Pamina_Zauberfloete von Kris Waldherr: The Lover’s Path Tarot. Herausgegeben von U.S. Games Systems INC. Stamford 2004.

Tamino und Pamina aus Mozarts Die Zauberflöte

Tamino und Pamina, Romeo und Julia, Tristan und Isolde, Orpheus und Eurydike, Amor und Psyche – es sind Namen, die hat man gehört in einem Film oder einem Buch, im Schulunterricht, im Theater, in einem Werbejingle oder an anderen Orten. Es sind die bekannten Liebespaare der Weltliteratur. Ob aus den Mythen der Antike, den Tiefen der Unterwelt, der gelehrten historischen Welt von Paris, gesangvollen Opern, dem Olymp, dem sagenumwobenen England oder mythenschwangeren Norden – die Namen wandern paarweise durch die kulturelle Weltgeschichte. Oft allerdings ohne Happy End. Doch die Beliebtheit von dramatischen, traurigen, herzzerreißenden Liebeserzählungen ist schon allein durch ihre breit gefächerte Rezeption evident. Denn niemand erzählt von Dingen, die nicht interessant sind. Das gilt auch für Gerüchte. Man denke an Katharina die Große und Pferde. Hat man gehört, muss nicht stimmen. Doch weiter. Die Geschichten der Liebespaare werden also reinszeniert, aktualisiert, modernisiert, optimiert, transformiert. Mitunter sicherlich auch, um die hinter diesen facettenreichen Neudarstellungen stehenden Künstlerinnen und Künstlern nicht nur als belesene und kreative Intellektuelle auszuweisen, sondern ihnen vor dem zeitgenössischen Publikum auch Ehre und Ruhm zukommen zu lassen. Und natürlich zur finanziellen Befriedigung der dahinterstehenden Wirtschaft. Money makes the world go round – damals wie heute.

Vorhaben für Tamino und Pamina

Geld lässt sich jedenfalls mit der stetigen Transformation jener Liebespaare machen. Auch per Kartenspiel, konkret einem Tarotdeck genannt das Lovers Path Tarot, auf das ich wegen der Abbildungen und der durchdachten Zuordnung der jeweiligen Liebespaare zum entsprechenden Kartenthema aufmerksam wurde. Auf den Karten der großen Arkana sind 22 Liebespaare Hauptthemen wie Tod, Liebe, Fruchtbarkeit, Unschuld und so weiter zugeordnet. Auf den vier Kartensets der kleinen Arkana mit jeweils 14 Karten (Stäbe, Schwerter, Kelche und Münzen) sind die Geschichten der vier ausgewählten Liebespaare Tristan und Isolde, Cupido/Amor und Psyche, Danae und Zeus sowie Siegfried und Brünhild ausführlicher erzählt. Jede Karte bezieht sich auf ein spezifisches Moment in der Geschichte dieser Liebenden und steht zugleich auch wieder für das Thema der Karte. Was? Moment – Siegfried und Brünhild? Ja, genau! Wie das zustande kommt, wird noch interessant zu erörtern sein. Doch immer der Reihenfolge nach. Wir beginnen mit Prinz Tamino und Prinzessin Pamina, dem berühmten Liebespaar aus Wolfgang Amadeus Mozarts Märchenoper Die Zauberflöte.

Die Zauberflöte to go

Die Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart ist eine Märchenoper in zwei Akten. Im Mittelpunkt der Geschichte steht der junge Prinz Tamino, der von der Königin der Nacht den Auftrag erhält, ihre Tochter Pamina aus den Händen des bösen Sarastro zu befreien. Zusammen mit dem Vogelfänger Papageno, der auf der Suche nach der passenden Frau ist, macht er sich auf den Weg in Sarastros Reich, um den Bösewicht zu erledigen. Die Königin der Nacht schenkt Tamino eine Zauberflöte und Papageno erhält für die Reise ein Glockenspiel. In Sarastros Reich angekommen stellen sie fest, dass die Dinge nicht so sind, wie sie ihnen dargestellt wurden. Sarastro entpuppt sich nicht als Bösewicht, sondern als weiser und gerechter Herrscher, der Pamina vor den bösen Absichten ihrer Mutter schützt. Tamino und Pamina verlieben sich ineinander, bestehen gemeinsam verschiedene Prüfungen der Mündigkeit, Verschwiegenheit und Standhaftigkeit und beweisen ihre Liebe. Letztlich siegt das Gute über das Böse, es triumphieren Liebe und Tugend. Die Karte, auf der Tamino und Pamina abgebildet sind, trägt den Begriff ‘Innocence’ (normalerweise wäre diese Karte der Narr, dazu weiter unten mehr), also der Unschuld und verweist auf die Tugendhaftigkeit ihrer Liebe. Die Oper endet mit einem Loblied auf die Macht der Liebe und der Menschlichkeit.

Tamino und Pamina aus Die Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart

Tamino und Pamina – Innocence

Die Karten der sogenannten großen Arkana im Tarotkartenspiel reichen von 0 bis 21, während den vier Sets der kleinen Arkana die Symbole der Schwerter, Kelche, Stäbe und Münzen mit jeweils 14 Karten vom As bis zum König ein übergeordnetes Hauptthema zugeordnet ist (ähnlich dem traditionellen Kartenspiel mit Herz, Pik, Karo und Kreuz die Zifferkarten). Die Reise der großen Arkana beginnt mit dem Narren, der üblicherweise den Aufbruch ins Ungewisse symbolisiert, den Beginn einer Reise, die Hoffnung, dass der Aufbruch einen guten Ausgang haben wird, obwohl es zunächst nicht so aussehen mag. Der Narr gibt sein unbedingtes Vertrauen in eine Sache, obwohl er den Lohn nicht sieht. Er kann zudem als Symbol für die individuelle Selbstverwirklichung gesehen werden, eine Figur, die ihr eigenes Schicksal in die Hand nimmt. Teilweise kann der Narr auch als kindlich und tollkühn, hoffnungsfroh und unschuldig in seinem Denken erkannt werden. Und genau hier besteht auch die Verbindung zu Pamina und Tamino, die sich durch ihre reinen Absichten und tugendhafte Liebe gegen die Mächte der Dunkelheit und des Chaos alias die Königin der Nacht und Monostatos behaupten.

Tamino und Pamina auf der Tarotkarte

Die Abbildung auf der Karte zeigt Tamino Flöte spielend mit verbundenen Augen und Pamina bei ihrer gemeinsamen letzten Prüfung.

Wir wandelten durch Feuergluten,
Bekämpften mutig die Gefahr.
Dein Ton sei Schutz in Wasserfluten,
So wie er es im Feuer war.
Aus: Wolfgang Amadeus Mozart: Die Zauberflöte. Eine große Oper in zwei Aufzügen. Libretto von Emanuel Schikaneder. Herausgegeben von Hans-Albrecht Koch. Stuttgart 1991 (Reclams Universal-Bibliothek Nr. 2620), 2. Aufzug, 28.  Auftritt, S. 67.

Sie sind den entfesselten Elementen schutzlos ausgeliefert und allein die Macht der Töne, die Tamino durch seine Lippen der Flöte entlockt, schützen sie vor der Gefahr. Es ist eine Prüfung in Standhaftigkeit. Taminos Augen sind auf der Abbildung verbunden. Die Augenbinde scheint das unbedingte Vertrauen Taminos zu symbolisieren, weil er blind durch die Gefahren geht. Dieses Attribut ist meines Wissens nach ursprünglich nicht vorhanden, scheint also hier die Wichtigkeit des Vertrauensvorsprungs als Teil der Prüfung zu untermalen (ich mag mich irren). Zu den weiteren Werten, die das Liebespaar insgesamt kennzeichnen gehören Unschuld, Reinheit und auch Mut. Getragen wird alles auch durch die Zauberkraft der Flöte, der Macht der Töne und der Melodien, welche bei Menschen Harmonie und Wohltun hervorrufen. Niemand wusste das besser als Mozart. Man sagt schließlich, er sei Synästhetiker gewesen, er habe Musik als Farben wahrnehmen können. Wer weiß. Doch die Botschaft, die hier durch Tamino und Pamina über die Narrenkarte mit dem Begriff Innocence – Unschuld transportiert wird, verweist auf das große Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und den Glauben daran, sicher den eigens gewählten Weg vertrauensvoll und tugendhaft zu beschreiten – auch nicht allein, sondern mit der geliebten Person an der Seite, und zwar in dem Wissen, dass alles gut wird.

Die Hauptfiguren in Mozarts Zauberflöte: Tamino und Pamina

In Mozarts Zauberflöte sind Tamino und Pamina Figuren, deren Liebesbeziehung eine zentrale Rolle spielt, denn sie repräsentieren in vielerlei Hinsicht die Ideale von Unschuld und Reinheit. Die Dienerinnen der Königin der Nacht überbringen Tamino anfangs ein Porträt Paminas. Das Anschauen des Bildes reicht, um in ihm Liebe auszulösen. Seine Liebe zu Pamina wird von Anfang an als aufrichtig und rein dargestellt und er ist bereit, große Opfer zu bringen, um sie zu retten. Pamina ihrerseits verkörpert die Unschuld und Reinheit eines jungen Mädchens, das von den Mächten des Bösen bedroht wird, aber dennoch stark und tugendhaft bleibt, sich nicht hinreißen lässt zu Handlungen, die sie nicht vollen Herzens unterstützt. Interessant, dass hier die eigene Mutter das Böse verkörpert. Wer denkt da nicht an Rapunzel, Cinderella und wie sie nicht alle heißen, diese Märchen-Mädchen mit ihren hinterhältigen wahren und scheinbaren Mutterfiguren, die eigene Motive an das Schicksal der Kinder knüpfen. Viele Märchen lassen sich übrigens bezüglich ihres psychoanalytischen Gehalts mit sozialen Kommunikationsstrukturen in Beziehung setzen. Hier wäre es das Loslassen der Mutter sowie auf der anderen Seite das Mündigwerden, das Treffen eigener Entscheidungen, auch entgegen dem Willen der geliebten Erziehungsperson. Doch das Erwachsenwerden, das Einschlagen eigener Weg birgt Herausforderungen. Auch Tamino und Pamina müssen Prüfungen bestehen.

Andere Figuren in Mozarts Zauberflöte

Neben Tamino und Pamina spielen in Mozarts Die Zauberflöte auch andere Figuren eine bedeutende Rolle, die das Drama und die Dynamik der Handlung beeinflussen. Zu den wichtigsten Figuren gehören der Vogelfänger Papageno, die Königin der Nacht, Sarastro, Monostatos und die Drei Knaben.

Papageno

Papageno, der gutmütige und leichtlebige Vogelfänger, ist eine beliebte Figur, die als amüsantes Gegenstück zu Tamino dient. Er repräsentiert die weltliche und humorvolle Seite der Oper und fungiert als komödiantische Entlastung gegenüber den ernsten Themen, die von den anderen Figuren vertreten werden. Papageno träumt von einem einfachen Leben voller Freude und Liebe und verkörpert auf der symbolischen Seite seiner Figur menschliche Sehnsüchte und physische Bedürfnisse.

Die Königin der Nacht

Die Königin der Nacht ist eine komplexe und ambivalente Figur, die sowohl Macht als auch Verzweiflung verkörpert. Auf der einen Seite ist sie die mächtige Mutterfigur, die um das Wohl ihrer Tochter Pamina kämpft, auf der anderen Seite ist sie bereit, alles, auch Pamina, zu opfern, um ihre eigenen Ziele zu erreichen. Ihre Arie Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen ist eine der berühmtesten und anspruchsvollsten Arien, in der die leidenschaftliche Entschlossenheit und der unerschütterliche Willen der Figur inszeniert werden. Mit Monostatos hat sie zuletzt eine Abmachung und will ihm Pamina als Gattin überbringen, verliert aber am Ende ihre Macht.

Sarastro

Sarastro, der weise und mächtige Hohepriester, steht im Gegensatz zur Königin der Nacht und verkörpert die Tugenden von Weisheit, Güte und Mäßigung. Er wird als Beschützer von Wahrheit und Licht dargestellt und ist die spirituelle und moralische Autorität, welche die Figuren auf ihren Weg der Selbstfindung und Transformation führt.

Die Drei Knaben

Die Drei Knaben sind geheimnisvolle Wesen, die Tamino und Papageno auf ihrer Reise begleiten und ihnen Ratschläge geben. Sie symbolisieren die unschuldige und göttliche Führung, die den Helden auf ihrem Weg zur Erleuchtung hilft. Vielleicht ließen sich die Knaben auch als menschliche Intuition bezeichnen. Als Pamina sich das Leben mit dem Dolch ihrer Mutter nehmen will, sind sie zur Stelle und verhindern das Schlimmste.

Monostatos

Er ist der schwarze Sklavenaufseher und steht im Dienst von Sarastro, bedrängt die geflohene Pamina und fordert Liebe von ihr. Durch Papagenos plötzliches Auftauchen kann die Zudringlichkeit unterbunden werden. Am Ende wird er bestraft, weil er versucht Tamino und Pamina aufzuhalten.

Alles fühlt der Liebe Freuden,
Schnäbelt, tändelt, herzet, küßt –
Und ich soll die Liebe meiden,
Weil ein Schwarzer häßlich ist!
Die Zauberflöte: Nr. 13 Arie, 1. Aufzug, 3. Auftritt, S. 45.

Inwiefern aus diesen Zeilen, aus der Inszenierung seiner Figur und dem Willen zur Bemächtigung Paminas „Weiß ist schön – ich muß sie küssen“ (Die Zauberflöte: Nr. 13 Arie, 2. Aufzug, 8. Auftritt, S. 46.) zeitgenössische Diskurse, Stereotype und Vorurteile bezüglich Schwarzer aufgerufen werden. müsste an anderer Stelle mit Blick auf Interkulturalität ausführlicher behandelt werden.

Eine Prüfung der Tugendhaftigkeit für Pamina?

Die Königin der Nacht überreicht Pamina einen Dolch und verlangt von ihr, Sarastro zu töten. Auch will sie die Liebesverbindung von Tamino mit ihrer Tochter verhindern. Hatte sie vorher noch andere Pläne, wähnt sie Tamino nach seiner Einweihung zu den Anhängern Sarastros und betrachtet ihn als Feind.

KÖNIGIN: Was hör ich! – Du, meine Tochter, könntest die schändlichen Gründer dieser Barbaren verteidigen? – So einen Mann lieben, der, mit meinem Todfeinde verbunden, mit jedem Augenblick mit meinen Sturz bereiten würde? – Siehst du hier diesen Stahl? – Er ist für Sarastro geschliffen. – Du wirst ihn töten, und den mächtigen Sonnenkreis mir überliefern.
(Die Zauberflöte: 2. Aufzug, 8. Auftritt, S. 47-48.)

Monostatos beobachtet dieses Gespräch. Er will Pamina erpressen: Wenn sie sie ihm nicht hingibt, wird er sie töten und zudem Sarastro von dem Plan der Königin der Nacht erzählen, sodass diese auch mit dem Tod bestraft wird. Pamina bleibt standthaft. Im letzten Moment schreitet Sarastro ein.

Die drei Prüfungen für Tamino und Papageno

Die erste Prüfung: Verschwiegenheit unter Versuchung

Bewahret euch vor Weibertücken,
Dies ist des Bundes erste Pflicht;
Manch weiser Mann ließ sich berücken,
Er fehlte und versah sich’s nicht.
Verlassen sag er sich am Ende,
Vergolten seine Treu mit Hohn! –
Vergebens rang er seine Hände,
Tod und Verzweiflung war sein Lohn.
(Die Zauberflöte: Nr. 11 Duett, 2. Aufzug, 3. Auftritt, S. 41.)

Die Dienerinnen der Königin der Nacht bedrängen daraufhin als Prüfung beide mit Unwahrheiten und versuchen so Zweifel in ihre Herzen zu säen. Auch kann Papageno sein Schweigegelübde nicht halten. Während der Vogelfänger nicht standhaft bleibt, besteht Tamino die Prüfung.

Die zweite Prüfung der Verschwiegenheit gegenüber Pamina

Auch gegen Pamina muss Tamino schweigen, um sein Gelübde zu halten. Pamina deutet seine Verschwiegenheit als Ablehnung und leidet so unter der vermeintlichen Zurückweisung, dass sie an Selbstmord denkt. Die Drei Knaben können sie aufhalten und sie von Taminos Liebe zu ihr überzeugen.

Die dritte Prüfung der Standhaftigkeit

Der, welcher wandert diese Straße voller Beschwerden,
Wird rein durch Feuer, Wasser, Kluft und Erden.
Wenn er des Todes Schrecken überwinden kann,
Schwingt er sich aus der Erde himmelan!
(Die Zauberflöte: 2. Aufzug, 28. Auftritt, S. 65-66.)

Pamina gesellt sich bei dieser dritten Prüfung zu Tamino, denn der Weg der Liebe, das klingt hier an, ist nicht nur mit Rosen bestreut, sondern Rosen gibt es stets mit Dornen. Das Spiel der Flöte schützt beide bei ihrem Weg durch Blitz und Donner, Feuer und Wasser, Sturm und Braus. Es ist die bereits beschriebene Kartenabbildung.

Wir wandeln durch des Tones Macht
Froh durch des Todes düstre Nacht.
(Die Zauberflöte: 2. Aufzug, 28.  Auftritt, S. 67.)

Wieder ist die Melodie, die Macht des Tones aus der Flöte Schutz und Kraft für das Liebespaar.

Magische Gegenstände in Die Zauberflöte

Von den Dienerinnen der Königin der Nacht erhalten Tamino und Papageno magische Gegenstände, die ihnen bei der Befreiung Paminas helfen sollen. Papageno erhält ein magisches Glockenspiel, das, wann immer er es ertönen lässt, Menschen glücklich werden lässt. Die Zauberflöte hat ebenfalls magische Kräfte. Als Tamino sie bläst, erscheint Pamina. Die Magie der Flöte bringt Menschen zusammen, in diesem Falle Liebende. Überhaupt hat ja gerade Musik eine ganz besondere Wirkung auf Menschen. Ich berufe mich beispielsweise auf das Negativbeispiel Rattenfänger von Hameln, der als Kinderfänger Rache nahm. Anders steht es mit Orpheus, der hatte keine Flöte, sondern eine Lyra. Wie auch immer – Musik nimmt die Herzen der Menschen gefangen, Musik ist auch eine Art von Liebe, Musik ist wahre Schöpfungskraft und vereint Menschen.

Wiedergeburt durch die Reinheit der Liebe und Gegensätze

Ein zentrales Motiv in der Oper ist die Idee der Wiedergeburt durch Liebe, die besagt, dass Liebe die dunkelsten Seelen transformieren und heilen kann. Diese Botschaft zeigt sich deutlich an der Beziehung zwischen Tamino und Pamina, die durch ihre Liebe zueinander gestärkt werden und schließlich das Böse besiegen. Ihre Liebesbeziehung und die dort verkörperten Ideale von Unschuld und Reinheit stehen im Mittelpunkt der Oper. Die Zauberflöte lehrt Zuschauerinnen und Zuschauer, dass wahre Liebe alle Hindernisse überwinden kann und selbst die dunkelsten Herzen erleuchten kann. Es finden sich auch zahlreiche Anspielungen auf freimaurerisches Gedankengut und andere Symbole. Auf der Karte sind diese jedoch nicht abgebildet. Es geht dort letztlich um Liebe und Menschlichkeit bzw. was Liebe und Vertrauen bewirken kann. Wichtig sind auch die vielen Gegensätze, die sich in den Gegensätzen bzw. Einheiten Sonne und Mond, Licht und Dunkelheit, Ordnung und Chaos, Männlichkeit und Weiblichkeit finden, zuletzt aber in der Liebe von Pamina und Tamino vereint werden.

Kurz zu Wolfgang Amadeus Mozart

Wolfgang Amadeus Mozart war ein österreichischer Komponist der Klassik, geboren am 27. Januar 1756 in Salzburg. Er gilt als einer der bedeutendsten und einflussreichsten Komponisten der Musikgeschichte. Schon als Kind zeigte Mozart außergewöhnliches musikalisches Talent und begann im Alter von fünf Jahren zu komponieren. Sein umfangreiches Werk umfasst mehr als 600 Kompositionen, darunter Opern, Symphonien, Kammermusik, Konzerte und Kirchenmusik. Zu seinen bekanntesten Werken gehören die Opern Die Zauberflöte, Le nozze di Figaro und Don Giovanni sowie seine Klavierkonzerte und Symphonien. Mozart starb am 5. Dezember 1791 im Alter von nur 35 Jahren in Wien, hinterließ jedoch ein unvergleichliches musikalisches Erbe, das bis heute gefeiert und verehrt wird. Wer einmal in Wien unterwegs ist, kann Mozart multimedial erleben in Mythos Mozart oder aber einen der vielen Orte besuchen, an denen der große Komponist gelebt hat und letztlich auch verstorben ist. Und eine Empfehlung aussprechen muss ich auch für den Film Amadeus von 1984. Hier der Link.

Bekannte Lieder und Arien aus Die Zauberflöte

Die Königin der Nacht und Pamina treffen in einem Garten in Sarastros Reich aufeinander. Pamina fordert Schutz von der Mutter, doch diese verlangt stattdessen den Tod Sarastros, den Pamina eigenhändig erdolchen soll. Später hat sie eine Abmachung mit Monostatos, dem sie für Macht die Hand Paminas verspricht.

Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen

Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen
Tod und Verzweiflung flammet um mich her!
Fühlt nicht durch dich Sarastro Todesschmerzen
So bist du meine Tochter nimmermehr:
Verstoßen sei auf ewig, verlassen sei auf ewig,
Zertrümmert sei’n auf ewig alle Bande der Natur,
Wenn nicht durch dich Sarastro wird erblassen! –
Hört, Rachegötter –  – hört der Mutter Schwur! –
(Die Zauberflöte: Nr. 14 Arie, 2. Aufzug, 8. Auftritt, S. 48.)
Zum Mitsingen, wer kann.

Dies Bildnis ist bezaubernd schön – Tamino

Prinz Tamino, zuvor von Drei Damen vor dem Tod durch eine riesige Schlange gerettet erhält durch von ihnen ihm Auftrag der Königin der Nacht ein Bild von Pamina.

DRITTE DAME: Hier, dies Gemälde schickt die dir große Fürstin; es ist das Bildnis ihrer Tochter – findest du sie, sagte sie, daß diese Züge die nicht gleichgültig sind, dann ist Glück, Ehr und Ruhm dein Los.
(Die Zauberflöte: 1. Aufzug, 3. Auftritt, S. 14.)

Taminos Liebe nimmt beim Anblick des Bildes zu und wie das in Opern nun einmal so ist, gibt er seinen Gefühlen sprachgewaltig Raum.

Dies Bildnis ist bezaubernd schön,
Wie noch kein Auge je geseh’n!
Ich fühl‘ es, wie dies Götterbild
Mein Herz mit neuer Regung füllt.
Diess Etwas kann ich zwar nicht nennen!
Doch fühl‘ ich‘s hier wie Feuer brennen.
Soll die Empfindung Liebe sein?
Ja, ja! die Liebe ist’s allein.
O wenn ich sie nur finden könnte!
O wenn sie doch schon vor mir stände!
Ich würde – würde – warm und rein –
Was würde ich! – Sie voll Entzücken
An diesen heißen Busen drücken,
Und ewig wäre sie dann mein.

(Die Zauberflöte: Nr. 3 Arie, 1. Aufzug, 3. Auftritt, S. 15.)

Zum Anhören und Mitsummen.

Der Auftrag an Tamino

Die Drei Damen übergeben Tamino daraufhin den Auftrag und er beschließt, Pamina vor Sarastro, dem „Bösewicht“ zu retten und schwört ihn bei seiner Liebe zu töten. Die Königin der Nacht lässt ihm die Zauberflöte überbringen. Aber wofür ist die Flöte eigentlich gut?

ERSTE DAME: Die Zauberflöte wird dich schützen,
Im größten Unglück unterstützen.

DIR DREI DAMEN: Hiermit kannst du allmächtig handeln,
Der Menschen Leidenschaft verwandeln,
Der Traurige wird freudig sein,
Den Hagestolz nimmt Liebe ein.
(Die Zauberflöte: 1. Aufzug, 8. Auftritt, S. 19.)

Ein Mädchen oder Weibchen von Papageno

Papageno spielt zu seinem Gesang auf seinem magischen Glockenspiel.
Ein Mädchen oder Weibchen
Wünscht Papageno sich.
O, so ein sanftes Täubchen
Wär Seligkeit für mich!
Dann schmeckte mir Trinken und Essen,
Dann könnt‘ ich mit Fürsten mich messen,
Des Lebens als Weiser mich freun,
Und wie im Elysium sein.

Ein Mädchen oder Weibchen
Wünscht Papageno sich.
O, so ein sanftes Täubchen
Wär Seligkeit für mich.
Ach, kann ich denn keiner von allen
Den reizenden Mädchen gefallen?
Helf‘ eine mir nur aus der Not;
Sonst gräm ich mich wahrlich zu Tod.

Ein Mädchen oder Weibchen
Wünscht Papageno sich.
O, so ein sanftes Täubchen
Wär Seligkeit für mich.
Wird keine mir Liebe gewähren,
So muss mich die Flamme verzehren!
Doch küsst mich ein weiblicher Mund,
So bin ich schon wieder gesund!
(Die Zauberflöte: Nr.  20 Arie, 2. Aufzug, 24. Auftritt, S. 61.)
Hier zum Anhören.

Nach dem Lied erscheint eine alte Frau, die sich in das schöne Gegenstück Papagenos verwandelt – Papagena. Doch der Vogelfänger hat seine Prüfungen nicht bestanden, ist ihrer zunächst nicht würdig, erkennt sie zuerst nicht. Und so wird sie ihm zunächst wieder entrissen.

Zum Kartenspiel als Abbild der Gesellschaft

Kartenspiele gelangten erst Mitte des 14. Jh. aus dem Orient nach Europa, Erwähnung finden sie im deutschsprachigen Raum bereits 1367.[1] Die Karten des Spätmittelalters waren zunächst von Hand bemalt, doch hing die gesteigerte Verbreitung auch mit der Einführung des Holzschnitts zusammen.[2] Während das Würfelspiel schon im frühen Mittelalter Kritik erfuhr, wurde das sich erst ab Mitte des 14. Jh. in Europa ausbreitende Kartenspiel zunächst sogar positiv als gesellschaftsdidaktisches Instrument und zur Deutungserklärung zeitgenössischer Ereignisse, ähnlich den Schachzabelbüchern, eingesetzt.[3] Die Verwendung als Wettspiel mit den bereits beim Würfelspiel kritisierten, negativen Begleiterscheinungen ging einher mit der raschen Ausbreitung des Kartenspiels in der Bevölkerung, da es sich aufgrund seines inhärenten Zufallscharakters für das Spielen um Geld eignete. Dies führte zu dessen Ablehnung, nicht nur bei der weltlichen Obrigkeit, sondern auch in der geistlichen Sphäre.[4] Neben dem Wettspiel erfuhr das Kartenspielen aber gerade wegen seiner Gesellschaftsfähigkeit Konjunktur und wurde daher auch als Auslegungsmittel für Entscheidungen oder Ereignisse genutzt. In diese Tradition fällt nun also auch das Tarotkartenspiel, auf dem die Liebespaare der Weltliteratur abgebildet sind.

Kartenspiel, Tarot und Gesellschaft

Die Karten ähnlich wie das Schachspiel als didaktisches Element für gesellschaftliche Normen und Rollen einzusetzen wie beispielsweise der Narr, der Magier, der Wagen, die Kaiserin, der Turm und viele mehr. Jede Karte steht für ein spezifisches Thema, hat die zugeordnete Figur eine ganz bestimmte Rolle und Position im Kartendeck, wie es auch bei Schachfiguren der Fall ist. Kennt man von einem handelsüblichen Kartenspiel Herz, Karo, Pik und Kreuz so werden diese beim Tarot zu Kelchen, Schwertern, Münzen und Stäben, der kleinen Arkane mit je 14 Karten pro Satz. Sie repräsentieren Emotionen, Kommunikation, Geld und Aktion. Neben den Zahlenkarten gibt es auch immer Buben, Damen und Könige, Herrscherin und Herrscher gehören zu den 22 Karten der großen Arkana. Die erste dieser Karten, die 0, die den Beginn der Reise darstellt, zeigt den Narren oder in dem hier besprochenen Kartenspiel Tamino und Pamina als Inbegriff der Unschuld. Die Karten der großen Arkana bilden eine Heldenreise ab und zeigen prägnante Archetypen, Symbole und Situationen, die mit verschiedenen Themen in Beziehung gesetzt werden können. Jede Suite der kleinen Arkana enthält 14 Karten, die verschiedene Aspekte des täglichen Lebens und der menschlichen Erfahrung repräsentieren, einschließlich Herausforderungen, Emotionen, Energien und materiellen Angelegenheiten. Im Falle des Lovers Path Tarot sind das die individuellen Geschichten von speziell ausgewählten Liebespaaren wie Danae und Zeus etwa, die durch die Setaufteilung ausführlicher erzählt werden können, als bei der prägnanten Themenzuordnung der großen Arkana bei Tamino und Pamina über die Narrenkarte und den Begriff der Unschuld. Warum sind Tamino und Pamina überhaupt auf der Narrenkarte abgebildet und hat das nicht sogar einen negativen Anklang?

Der Narr im Tarotkartenspiel

Traditionell steht der Narr im Tarot oft am Rande einer Klippe, was seine Unbekümmertheit und Unvorsichtigkeit präsentieren soll. Er steht jedenfalls ganz am Anfang einer Reise ins Ungewisse. Er scheint mit seinem kleinen Bündel auf dem Rücken, das er an einen Stab gehängt hat, und dem kleinen Hündchen an seiner Seite zur Wanderschaft aufzubrechen. Es sieht so aus, als würde er den Schritt vor der Klippe wagen und es nicht einmal registrieren, weil er in die Luft blickt. Eben dies signalisiert die Unschuld, Innocence wie es auf der Karte mit Tamino und Pamina steht. Es ist ein unschuldiges Vertrauen vorhanden, dass am Ende alles gut werden kann, ein Vertrauen in sich selbst ist da, das Vertrauen in die Kräfte des Universums oder Gott oder welcher Schöpferinstanz auch immer – es gibt etwas, das ihn fängt, er muss sich keine Sorgen machen. Er steht am Beginn seiner Reise, ist, möchte man die Situation literarisch vergleichbar machen, der Taugenichts aus Joseph von Eichendorffs romantischer Novelle Aus dem Leben eines Taugenichts. Hier erlangt der Taugenichts, der als Sohn eines Müllers aus dem bürgerlichen Arbeitsleben ausreißt und in die Welt zieht, zuletzt auch durch unwahrscheinlichste Zufälle die Liebe seines Lebens, ein Schloss mit Garten und Weinbergen. Er hatte aber auch den Mut zum Aufbruch – eben dieser Aufbruch ist in der ursprünglichen Tarotkarte der Narr abgebildet. Tamino und Pamina bestehen ähnliche Prüfungen und bleiben sich und ihrer Liebe treu.

Die Narrenfigur und ihre Deutungen

Narren sind im Laufe der Geschichte verschiedene Bedeutungen zugeschrieben worden. Geisteskranke, Irre oder an einer fixen Idee leidende Personen, alberne Maskenschneider und Spötter, sogenannte Spaßmacher; es gibt Gaukler und die Figur des Fastnachtnarren, den Hofnarren, der als Spaßmacher bei Hofe die Herrschaften unterhält. Im Spätmittelalter galt der Narr als ignorant gegenüber dem herrschenden Ordogedanken und der christlichen Heilslehre[5], er war „Inbegriff menschl[icher] Einfalt, Hybris und Ignoranz gegen Gott, ja sogar der Erbsünde.“[6] Da in diesem Sinne alle Menschen Narren sind, verwundert es nicht, dass die Sündhaftigkeit der Narrheit auf den sieben Todsünden Hochmut, Geiz, Völlerei, Wollust, Neid, Zorn und Trägheit fußt.[7] Daher eignet sich der Narr für die moralisierende Didaxe in Predigt, Literatur und Kunst zu jeder Zeit.[8] Sprichwörter handeln vom verkehrten Denken des Narren, Sebastian Brant hat der Figur als Spiegel des menschlichen Treibens 1494 ein ganzes Buch gewidmet, das Narrenschiff. Bereits in der Bibel wird der Narr an etlichen Stellen als sündhaft beschrieben. Der Narr besitzt bis heute typische Attribute, die ihn begleiten. Zur Wende des 14. Jh. wandelt sich die Keule als ältestes Narrensymbol und Gegenstück des königlichen Szepters zur Stabpuppe – der Narr erkennt in ihr sein Abbild, wodurch seine Selbstverliebtheit und Unfähigkeit zur christlichen Nächstenliebe manifest wird. Aus dem sich-selbst-betrachten geht das Spiegelmotiv hervor. Ab der Mitte des 14. Jh. stehen Narrenkappe und Eselsohren, später auch Schellen, symbolhaft für die närrische Torheit.[9]

Narr – flexible Semantik beim Begriffsgebrauch

Ist der Narr also eine Art Figur, die vom Menschen Besitz nehmen kann wie Dämonen? Man kann an Dingen einen Narren fressen – gemeint ist damit aber eher eine übergroße Liebe, die an Wahnsinn grenzt. Dann kann man auch von einem Narren besessen sein, diesen Narren muss man dann austreiben oder ihn schneiden. Darüber hinaus ist man ein Narr, wenn man sich vornimmt, einen für alle Welt unmöglichen Traum oder Wunsch in die Tat umzusetzen – viele raten einem dann: Lass das bleiben, sei kein Narr! Man kann sich auch als Narr gebrauchen lassen, wer verliebt ist und eine rosarote Brille trägt, lässt wohl mehr mit sich machen, als jemand, der bei klarem Verstand ist. Wer nichts lernt, der bleibt ein Narr. Wer tölpelig ist oder ungeschickt kann ein Narr sein; man kann auch jemanden zum Narren halten, ihn narren, ihn verarschen – auf gut Deutsch gesagt. Der Narr ist ein Schelm, kann selbst zum Reinleger werden, ist dann eulenspiegelig. In diesem Sinne kann man sich auch freiwillig zum Narren machen oder aber jemanden als Narr beschimpfen, wobei heutzutage der Ausruf „DU NARR!“ meine ich, nicht die Schlagkraft besitzt wie manch ein anderer Ausdruck. Ein Narr kann dümmlich sein oder drollig, unterhaltsam oder gutmütig, feige und ängstlich. Mehr zu finden ist zum Begriff ‘Narr’ in der Onlineversion des Deutschen Wörterbuchs der Gebrüder Grimm.[10] Und was ist mit dem weisen Narren, wie er bei Shakespeare so oft vorkommt? Hierzulande ist der Läufer im Schachspiel nicht als Narr bekannt. Doch in Frankreich wurde diese Figur auch als Narr bezeichnet. Angeblich durften die Narren zu Hofe sich im Rahmen der sogenannten Narrenfreiheit in Form von Parodien über die herrschaftlichen Verhältnisse auslassen. Wahrscheinlich ist es nicht ‘verkehrt’ mindestens einmal im Leben närrisch zu sein, und sei es nur in der Faschingszeit, in der die Welt sowieso Kopf steht. Aber grundsätzlich – wer sich traut, gewinnt in jedem Fall. Das ist nicht närrisch, sondern mutig.

Verwendete Literatur und Werke

Abbildung

Kris Waldherr: The Lover’s Path Tarot. Herausgegeben von U.S. Games Systems INC. Stamford 2004.
Copyright © 2004, 2013 Kris Waldherr
Offizielle Webseite

Quelle

Mozart, Wolfgang Amadeus: Die Zauberflöte. Eine große Oper in zwei Aufzügen. Libretto von Emanuel Schikaneder. Herausgegeben von Hans-Albrecht Koch. Stuttgart 1991 (Reclams Universal-Bibliothek Nr. 2620).

Verwendete Literatur

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, digitalisierte Fassung im Wörterbuchnetz des Trier Center for Digital Humanities, Version 01/23, www.woerterbuchnetz.de/DWB/narr (zuletzt aufgerufen am 20.4.2024).

Hoffmann, Detlef: Spielkarten. In: LMA 7. Hrsg. von Norbert Angermann/Robert-Henri Bautire [u.a.]. München 1995, Sp. 2111-2112.

Jönsson, Arne: Card-playing as a Mirror of Society. On Johannes on Rheinfelden’s Ludus cartalarum moralisatus. In: Chess and Allegory in the Middle Ages. Hrsg. von Olle Ferm/Volker Honemann. Stockholm 2005, S. 359-372.

Mähl, Hans-Joachim: Nachwort. In: Sebastian Brant: Das Narrenschiff. Übertragen von H. A. Junghans. Durchges. und mit Anmerk. sowie einem Nachwort neu hrsg. von Hans-Joachim Mähl. Stuttgart 2012, S. 461-521.

Mezger, Werner: Narr. In: LMA 6. Hrsg. von Norbert Angermann/Robert-Henri Bautier [u.a.]. München/Zürich 1993, Sp. 1023-1025.

Schwillus, Harald: Teufelszeug und Gottesdienst. Mönche, Nonnen, Priester und das Spiel(en) im Mittelalter. In: Spielkulturen in Europa. Hrsg. von Rüdiger Fikentscher. Halle (Saale) 2018, S. 76-91.


[1] Detlef Hoffmann: Spielkarten. In: LMA 7. Hrsg. von Norbert Angermann/Robert-Henri Bautire [u.a.]. München 1995, Sp. 2111-2112. [2] Ebd. [3] Arne Jönsson: Card-playing as a Mirror of Society. On Johannes on Rheinfelden’s Ludus cartalarum moralisatus. In: Chess and Allegory in the Middle Ages. Hrsg. von Olle Ferm/Volker Honemann. Stockholm 2005, S. 360. [4] Harald Schwillus: Teufelszeug und Gottesdienst. Mönche, Nonnen, Priester und das Spiel(en) im Mittelalter. In: Spielkulturen in Europa. Hrsg. von Rüdiger Fikentscher. Halle (Saale) 2018, S. 77. [5] Mezger: Narr, Sp. 1023. [6] Ebd., 1025. [7] Hans-Joachim Mähl: Nachwort. In: Sebastian Brant: Das Narrenschiff. Übertragen von H. A. Junghans. Durchges. und mit Anmerk. sowie einem Nachwort neu hrsg. von Hans-Joachim Mähl. Stuttgart 2012, S. 482-483. [8] Mezger: Narr, Sp. 1025. [9] Ebd., Sp. 1025. [10] „NARR, m.“, Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, digitalisierte Fassung im Wörterbuchnetz des Trier Center for Digital Humanities, Version 01/23, www.woerterbuchnetz.de/DWB/narr (zuletzt aufgerufen am 20.4.2024).

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