Herr der Fliegen/Lord of the Flies – William Golding

Herr der Fliegen bzw. Lord of the Flies von William Golding ist ein Roman über die Abgründe der menschlichen Natur und hat in mir einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Es ist ein Roman, der meines Erachtens nach von Jugendlichen wie Erwachsenen gelesen werden sollte. Im Gegensatz zu J. R. R. Tolkiens Der Herr der Ringe (The Lord of the Rings) gibt es nicht den ultimativ bösen Antagonisten, der die Ordnung der Zivilisation bedroht, sondern nur Jungen im Alter von sechs bis zwölf Jahren. Weitere intertextuelle Vorlagen waren sogenannte Robinsonaden wie Die Schatzinsel (Treasure Island) von Robert Louis Stevenson oder Die Koralleninsel (The Coral Island) von Robert Michael Ballantyne.

Schon der Name spricht für sich: Herr der Fliegen. Ein endloses Summen und Schwirren dieser kleinen Dinger, die man mit der Hand wegschlagen möchte, es aber nicht schafft, weil sie immer wieder kommen. Fliegen sitzen auf totem Fleisch, auf verfaulten und verrotteten Lebensmitteln, speisen sich vom Tod. Es hat etwas Bedrohliches an sich, etwas Ekelhaftes schwingt mit. Wer ist ein Herr über Fliegen, wenn nicht ein Herr über den Tod, über Verderbliches? Ich werde darauf zurückkommen. Und wie so oft empfehle ich die englische Ausgabe oder zumindest eine neuere deutsche Übersetzung. Mein Exemplar ist leider nicht so gut. Da ich aber nur eine Textstelle aus dem Original zitiere, sollte es gehen.

Aktuelle und relevante Thematik

Ich bin auf das Buch gestoßen, als ich mich mit dem Thema psychische Gewalt, Mobbing und Gruppendynamiken auseinandergesetzt habe. Das Feld ist breit, es gibt wirklich sehr viele Informationen zu diesen Themen. Leider scheint es gerade in der modernen Zeit auch durch den Einfluss von Social Media aktueller denn je. Ich will an dieser Stelle gar nicht aufklärend wirken, aber es ist mir wichtig, den Zusammenhang mit dem Buch herzustellen. Denn die Mechanismen, die sich in Goldings Werk abspielen, die sind in der Gesellschaft und in Gruppen präsent – und zwar nicht nur in Schulen, sondern überall dort, wo Menschen agieren; im Büro, im Verein, in der Sportgruppe, dem Müttertreff, Männerabenden, Schulklassen und so weiter. Genau aus dem Grund ist Goldings Werk so unmissverständlich und kann so wirken, wie es wirkt.

Warum Herr der FliegenLord of the Flies?

Ich habe diesen Beitrag unter der von mir betitelten Kategorie Zitiert unterbringen wollen, weil ich den Text nicht analysieren, sondern empfehlen will. Es wurde aber irgendwie ein Selbstläufer… Es ist eines dieser Bücher, die ohne Erklärung von jedem verstanden werden. Eine Unmissverständlichkeit geht aus dem Geschriebenen hervor. Ich behaupte, dass jeder Mensch die in dem Buch inszenierten Dynamiken auf die eine oder andere Weise selbst erlebt hat. Das Leben ist ein Schulhof, kein Ponyhof.

William Golding – Autor von Herr der Fliegen

William Golding wurde am 19. September 1911 in Cornwall (England) geboren und starb am 19. Juni 1993. Er war ein britischer Schriftsteller und Pädagoge und gewann 1983 den Nobelpreis für Literatur. Golding diente während des Zweiten Weltkriegs in der Royal Navy und war an verschiedenen Kriegsschauplätzen im Einsatz. Diese Erfahrungen prägten sein Verständnis von der menschlichen Natur und bildeten eine wichtige Grundlage für seine späteren literarischen Werke. William Golding wurde vor allem durch seinen Roman Herr der Fliegen international bekannt. Es handelt sich dabei sogar um seinen 1954 veröffentlichten Debütroman, der wohl als eines seiner bekanntesten Werke gilt. Herr der Fliegen wurde schnell zu einem Klassiker der Weltliteratur und gilt als eine der bedeutendsten literarischen Darstellungen der menschlichen Natur und Gesellschaft.

Golding schrieb eine Vielzahl von Romanen, Essays und Theaterstücken. Sein Gesamtwerk reflektiert oft seine Faszination für psychologische Abgründe und die Frage nach der Zivilisation inmitten von Chaos und Anarchie. Als Autor mit einer tiefen Einsicht in die menschliche Psyche hinterließ Golding einen bleibenden Einfluss auf die moderne Literatur. Seine Werke bieten eine kritische Analyse der Gesellschaft und der dunklen Seiten der menschlichen Natur, und sie regen dazu an, über grundlegende moralische Fragen nachzudenken.

Kurze Inhaltsangabe: Herr der Fliegen

Herr der Fliegen porträtiert eine Gruppe von britischen Jungen auf einer einsamen Insel. Nachdem ihr Flugzeug während eines Krieges abgestürzt ist, stehen die Kinder plötzlich ohne Erwachsene vor der Herausforderung, überleben zu müssen. Die Geschichte entwickelt sich zu einem faszinierenden sozialen Experiment, das die menschliche Natur unter extremen Bedingungen erkundet.

Mit der Zeit spalten sich die Jungen in zwei Gruppen: die einen versuchen, Ordnung und Zivilisation aufrechtzuerhalten, während die anderen in den Sog von Anarchie und barbarischem Verhalten geraten. Der Konflikt zwischen Ordnung und Chaos spitzt sich zu, und die Insel wird zu einem Mikrokosmos, in dem die tiefsten Abgründe der menschlichen Psyche offenbart werden.

Herr der Fliegen zitiert:

William Golding nimmt mit seinem Titel Herr der Fliegen eine direkte Relation zur dämonischen Bibelgestalt Beelzebub und mit dem Bösen an sich vor (ich komme darauf zurück). Im Roman „handelt es sich jedoch nicht um Beelzebub im eigentlichen Sinne, sondern um einen verwesenden Wildschweinkopf, um den herum sich Fliegen sammeln und der das Prinzip zunehmenden Chaos’ in der Gruppe symbolisiert.“[1] Nun, es kommt auf die Lesart an. Die folgende Szene beschreibt den sensiblen und hellsichtigen Simon, der sich im Zwiegespräch mit dem toten Schweinskopf, dem Herr der Fliegen in einer Art visionären oder wahnsinnigen Dialog befindet.

“You are a silly little boy,” said the Lord of the Flies, “just an ignorant, silly little boy.”
Simon moved his swollen tongue but said nothing.
“Don’t you agree?” said the Lord of the Flies. “Aren’t you just a silly little boy?”
Simon answered him in the same silent voice.
“Well then,” said the Lord of the Flies, “you’d better run off and play with the others. They think you’re batty. You don’t want Ralph to think you’re batty, do you? You like Ralph a lot, don’t you? And Piggy, and Jack?” Simon’s head was tilted slightly up. His eyes could not break away and the Lord of the Flies hung in space before him. “What are you doing out here all alone? Aren’t you afraid of me?”
Simon shook.
“There isn’t anyone to help you. Only me. And I’m the Beast.”
Simon’s mouth labored, brought forth audible words. “Pig’s head on a stick.”
“Fancy thinking the Beast was something you could hunt and kill!” said the head.
For a moment or two the forest and all the other dimly appreciated places echoed with the parody of laughter. “You knew, didn’t you? I’m part of you? Close, close, close! I’m the reason why it’s no go? Why things are what they are?”
The laughter shivered again.
“Come now,” said the Lord of the Flies. “Get back to the others and we’ll forget the whole thing.
Simon’s head wobbled. His eyes were half closed as though he were imitating the obscene thing on the stick. He knew that one of his times was coming on. The Lord of the Flies was expanding like a balloon.
“This is ridiculous. You know perfectly well you’ll only meet me down there—so don’t try to escape!” Simon’s body was arched and stiff. The Lord of the Flies spoke in the voice of a schoolmaster. “This has gone quite far enough. My poor, misguided child, do you think you know better than I do?”
There was a pause.
“I’m warning you. I’m going to get angry. D’you see? You’re not wanted. Understand? We are going to have fun on this island. Understand? We are going to have fun on this island! So don’t try it on, my poor misguided boy, or else—”
Simon found he was looking into a vast mouth. There was blackness within, a blackness that spread.
“—Or else,” said the Lord of the Flies, “we shall do you? See? Jack and Roger and Maurice and Robert and Bill and Piggy and Ralph. Do you. See?” Simon was inside the mouth. He fell down and lost consciousness.[2]

Version aus meinem deutschen Exemplar:

Simon bewegte seine geschwollene Zunge, schwieg aber.
»Du bist ein alberner kleiner Junge«, sagte der Herr der Fliegen, »ein richtiger dummer alberner Junge!«
»Glaubst du etwa nicht«, sagte er Herr der Fliegen, »daß du ein richtiger dummer Junge bis?«
Simon antwortete in derselben stummen Sprache.
»Ja«, sagte der Herr der Fliegen, »es ist besser, du rennst weg und spielst mit den anderen. Die denken, du hättest einen Klaps. Du willst doch nicht, daß Ralph denkt, du hättest einen Klaps, oder? Ralph hast du doch gern, was? Und Piggy, und Jack?«
Simons Kopf richtete sich ein wenig auf. Seine Augen vermochten nicht, sich loszureißen, und der Herr der Fliegen hing vor ihm im Raume.«
»Was treibst du denn hier ganz alleine? Hast du keine Angst vor mir?« Simon schauderte.
»Dir kann niemand helfen. Nur ich. Und ich bin das Tier.«
Simons Mund arbeitete, brachte verständliche Worte hervor.
»Schweinskopf auf einem Stock!«
»Und stell dir vor, da hab ihr gedacht, das Tier sei so etwas, das man jagen und töten kann!« sagte der Kopf. Ein, zwei Augenblicke lang hallten der Wald und die ganze nur trübe geschaute Umgebung wider von höhnischem Gelächter.
»Du hast’s gewußt, wie? Daß ich ein Teil von euch bin, von ganz innen, innen, innen? Daß ich schuld daran bin, daß nichts klappt? Daß alles so gekommen ist, wie’s gekommen ist?«
Wieder bebte das Lachen durch den Wald.
»Komm jetzt!« sagte der Herr der Fliegen. »Geh zurück zu den anderen und Schwamm drüber.«
Simons Kopf schwankte. Seine Augen waren halb geschlossen, als ahme er das anstößige Ding auf dem Stock nach. Er wußte, daß einer seiner Anfälle nahte. Der Herr der Fliegen dehnte sich aus wie ein Ballon.
»Das ist doch lachhaft. Du weißt genau, daß du mir da unten wieder begegnest – also versuche gefälligst nicht, mir zu entwischen!«
Simon lag zusammengekrümmt und steif da. Der Herr der Fliegen nahm den Ton des Schulmeisters an.
»Jetzt reicht’s aber bald! Mein armes, irregeleitetes Kind, glaubst du, du bist klüger als ich?«
Pause.
»Ich warne dich! Ich werde langsam ungemütlich, klar? Du bist nicht erwünscht hier, verstanden! Wir wollen es uns hier fein machen auf der Insel, verstanden! Wie wollen es hier uns fein machen auf der Insel, verstanden! Versuch’s also erst gar nicht, mein armer irregeleiteter Junge, sonst –«
Simon war, als starrte er in ein riesiges Maul. Innen war alles dunkel, von einer Schwärze, die sich ausdehnte.
»Sonst –«, sagte der Herr der Fliegen, »sonst machen wir dich fertig, klar? Jack und Roger und Maurice und Robert und Bill und Piggy und Ralph. Machen wir dich fertig, klar?«
Simon war jetzt in dem Maul. Er fiel und fiel und verlor das Bewußtsein.[3]

Moral und Werte in Herr der Fliegen

Die symbolische Bedeutung von Herr der Fliegen wird durch die Figuren und ihre Handlungen verstärkt. Der Herr der Fliegen repräsentiert das Böse und die innere Dunkelheit in jedem Menschen. Golding nutzt die Insel als Bühne für eine tiefgehende Auseinandersetzung mit Themen wie Macht, Gewalt, Moral und der Fähigkeit des Menschen zur Selbstzerstörung. Der Roman regt zum Nachdenken über die Fragilität der Zivilisation und die potenzielle Wildheit bzw. das Böse in jedem Individuum an. Herr der Fliegen bleibt eine zeitlose Allegorie, die einen kritischen Blick auf die menschliche Natur wirft und ihre düsteren Facetten in einer extremen Situation offenbart.

„Für Golding war das kein Ausnahmezustand, sondern die conditio humana: „Es ging hier ja nicht um einen wilden Stamm im Kongo oder so ähnlich, sondern es ging um europäische Kinder. Wir waren damals noch gezeichnet von Krieg und Holocaust, und wir waren erschrocken über uns selbst. Ich habe dieses Werk also geschrieben, weil ich meinem eigenen Volk, den Engländern, sagen wollte: Ihr braucht nicht zu denken, dass ihr die Guten seid, vielleicht wart ihr’s ja, aber so etwas könnte auch in England geschehen, wenn man nicht aufpasst. Denn diese Dinge sind in unserer menschlichen Natur angelegt.“[4]

Herr der Fliegen als Allegorie

Zur Erklärung des Begriffs ‘Allegorie’ sei kurz erwähnt, dass es sich hierbei um eine literarische oder bildliche Form handelt, bei der abstrakte Ideen, Prinzipien oder moralische Konzepte durch konkrete Darstellungen von Figuren und Handlungen, Gegenständen oder Situationen veranschaulicht werden. Es handelt sich bei Allegorien also um indirekte Darstellung, die eine Interpretation der vorhandenen Symbole erforderlich machen, damit die zugrundeliegenden Prinzipien verstanden werden.

Ich habe aber schon erwähnt, dass ich der Ansicht bin, dass Goldings Werk verstanden wird, gerade ohne konkrete Interpretation. Die Figuren, ihr Reden und Handeln sind vollkommen ausreichend, um die Prinzipien dessen, was geschieht, verstehen zu können, weil es menschlich ist, so zu agieren. Natürlich sind Symbole und Motive vorhanden, die dem Ganzen mehr Tiefe geben. Das ist natürlich meine subjektive Meinung.

Einige Analysekrümel für unterwegs

Ist der Begriff ‘Herr der Fliegen’ eine Anspielung auf Goethes Faust und Mephisto[5], der dort als der „Fliegengott“[6] bezeichnet wird? Ich denke eigentlich, dass Golding sich anderweitig orientiert hat, behaupte es jetzt zumindest, da ich auch nicht weiter recherchiert habe. Nichts gegen Johann Wolfgang, aber man muss da doch etwas weiter vorgreifen, möglicherweise auch noch weiter, als ich es jetzt mit der Bibel mache (ja, womit denn sonst – es steht irgendwie doch schon alles dort und wenn nicht dort, dann sicher bei den Griechen, den Römern oder in den orientalischen Erzähltraditionen). So genial war Goethe auch nicht, vermutlich nicht einmal mit seiner Farbenlehre. Da ließe sich vielleicht ein experimentelles Gespräch mit Boccaccio für ein andermal arrangieren oder auch mit Doktor Johann Fausten persönlich, die Historia ist ja bereits 1587 gedruckt worden und die hat Goethe sich mit Bezug auf zeitgenössische Umstände zu eigen gemacht.

Wer ist also der Herr der Fliegen?

Bereits im Alten Testament kommt der Name vor, weiterhin gibt es verschiedene Schreibweisen wie unter anderem Baal-Sebub, Baalzebul, Belzebul, Belzebub.[7] „Es handelt sich um einen Eigennamen, der in dieser Form erstmals im NT auftritt und auf eine negative dämonische Macht anspielt. Alle Belege des Namens sind Verweise, eine Figur dieses Namens tritt nirgendwo selbst in Erscheinung. Bereits die Vielzahl an möglichen Schreibweisen deutet an, wie wenig über Beelzebub bekannt ist. Die wahrscheinlichste Rekonstruktion setzt sich aus den akkadischen Worten für ‚Herr‘, ‚Baal‘ (Variante: Bel) und ‚Prinz‘, ‘Befehlshaber‘ zusammen. Die konsensfähigste Übersetzung lautet ‘Oberer der Baale’.“[8] Gedeutet wird der Name Beelzebub als Eigenschaft Satans oder einer seiner Zunamen oder als sein Heerführer. Das zum Namen zugehörige Attribut ist eine Fliege, daher auch Herr der Fliegen. [9] Insgesamt siebenmal wird der Name Beelzebub im Neuen Testament genannt: Mk 3,22; Mt 10,25; Mt 12,24.27; Lk 11,15.18-19.[10]

Herr der Fliegen/Lord of the Flies – eine subtile Parodie?

Ich bin auf eine die umfassende Untersuchung zu William Golding und seinem Werk gestoßen, die von Bernhard F. Dick verfasst wurde.[11] Konkret demonstriert er, dass Golding unter den zeitgenössischen Autoren eine Anomalie darstellt, weil er sich von der antiken griechischen Literatur beeinflussen ließ. Ich bin unschlüssig, ob ich das unterstreichen wollen würde, weil ich nur dieses eine Werk von Golding kenne, ich mich auch nur in begrenztem Ausmaß mit Dicks Untersuchung auseinandergesetzt habe und ich auch keinen Vergleich mit anderen Autorinnen und Autoren im zeitgenössischen Schaffenskontext von Golding wagen darf. Aber ein Zitat fiel mir ins Auge.

„Significantly, his first published novel, Lord of the Flies, is a kind of parody, but not in the sense of a lampoon or a travesty, since Golding does not attach anything pejorative tot he word. To him, parody ‘is subtly rooted in admiration’.“[12]
Meine deutsche Übersetzung: Bedeutend ist, dass sein erster veröffentlichter Roman, Herr der Fliegen, eine Art Parodie ist, jedoch nicht im Sinne einer Persiflage oder einer Travestie, da Golding dem Wort nichts Abwertendes zuschreibt. Für ihn ist Parodie ‘subtil in Bewunderung verwurzelt’.

Das Reallexikon der Literaturwissenschaft definiert eine Parodie wie folgt als ein „in unterschiedlichen Medien vorkommendes Verfahren distanzierender Imitation von Merkmalen eines Einzelwerkes, einer Werkgruppe oder ihres Stils.“[13] Mit Blick auf die intertextuellen Vorlagen der Robinsonaden und Tolkiens Werk, in denen Motive wie Zusammenhalt, Freundschaft und Loyalität sowie am Ende das Heben eines Schatzes und Rettung mit Hoffnung auf eine (bessere) Zukunft stehen, sieht es bei Golding letztlich ganz anders aus. Die Parodie ist durchaus eine intertextuelle Spielart, allerdings „unterscheidet [sie] sich von der Kontrafaktur dadurch, daß sie sich in der Komisierung der Vorlage erschöpft und somit keine eigene Botschaft formuliert; von der Travestie durch die Adaptation spezifischer stilistischer Merkmale.“[14]

Zeigen, wie es wirklich sein könnte

Ist Goldings Werk komisch? Nein. Allerdings wird die Parodie häufig auch unter dem Oberbegriff der Persiflage gefasst, ein aus der Theaterwelt stammender Ausdruck für ‘Verhöhnen’.[15] Dies scheint also mit Blick auf die entgegengesetzte Wirkung, welche den Vorlagen innewohnt, besser zu passen. Es wird hier keine heile Welt vorgeführt, sondern auf Basis des damals zur Verfügung stehenden und den Gegebenheiten der Realität (zur Zeit der Abfassung Dieser zeitgeschichtliche Hintergrund ist der nach dem Zweiten Weltkrieg beginnende Ost-West-Konflikt mit der atomaren Aufrüstung und der Korea-Krieg (1950–1953).[16]

Warum verfassen Menschen Parodien?

Vielleicht lasse ich William Golding selbst zu Wort kommen und das in der Biographie aufgegriffene Zitat in einem anderen Kontext wirken.

„Why do people make parodies? It is surely rooted in admiration. That which has neither rhythm nor sense cannot be parodied. The happy parodist has to know his victim/idol in his blood and bones as well as superficially. He has to be able to put on the idiosyncratic rhythm like a coat. It were a wondrous sight to see that ghild become a willow-tree, His brother trees among— Long and ardent admiration must have gone to the breeding of those lines—how else could the author have trodden the line between artlessness and bathos, and finally elected to jump lightly down on the side of ridicule? It is only the faintest remove from that position to the one of Beaumont and Fletcher, who had the pulse of Shakespearian lines so deeply in them that for hundreds of years even reputable scholars have thought the Two Noble Kinsmen was by Shakespeare. For admiration, always sufficient for imitation, is not enough for parody. Parody depends on the mean advantage of being wise after someone else’s event. Aiming high enough, we have as our weapon nothing but admiration. Like Beaumont we can only catch the tricks of style which are themselves admirable.“[17]

Eigene deutsche Übersetzung:
Warum machen Menschen Parodien? Es liegt sicherlich in der Bewunderung verwurzelt. Das, was weder Rhythmus noch Sinn hat, kann nicht parodiert werden. Der glückliche Parodist muss sein Opfer/Idol sowohl im Blut als auch in den Knochen kennen, sowie oberflächlich. Er muss in der Lage sein, den eigenwilligen Rhythmus wie einen Mantel anzulegen. Es wäre ein wundersames Bild zu sehen, wie dieses Kind zu einem Weidenbaum wird, Zwischen seinen Brüderbäumen— Lange und glühende Bewunderung muss in die Zucht dieser Zeilen eingeflossen sein—wie könnte der Autor sonst die Grenze zwischen Kunstlosigkeit und Bathos betreten und sich schließlich leicht auf die Seite der Ridikülität schlagen? Es ist nur der schwächste Abstand von dieser Position zu der von Beaumont und Fletcher, die den Puls der Shakespearischen Zeilen so tief in sich hatten, dass selbst angesehene Gelehrte für Hunderte von Jahren dachten, ‘The Two Noble Kinsmen’ sei von Shakespeare. Denn Bewunderung, immer ausreichend für die Nachahmung, reicht nicht für die Parodie aus. Parodie hängt vom mittelmäßigen Vorteil ab, klug zu sein, nachdem jemand anderes bereits gehandelt hat. Wenn wir hoch genug zielen, haben wir als Waffe nichts als Bewunderung. Wie Beaumont können wir nur die Kniffe des Stils einfangen, die an sich bewundernswert sind.

Wie viel Geschriebenes kann überhaupt stimmen?

Dem ist nichts hinzuzufügen. Ich kann natürlich auch nur das, was ich vorfinde zueinander in Beziehung setzen. Ich kenne schließlich William Golding nicht persönlich und im Grunde kann doch nie jemand wirklich wissen, ob das, was jemand sagt, auch wirklich stimmt. Aber es wird nicht ohne Grund geschrieben worden sein. Oxyrhynchus-Papyri (wie der Titel von Goldings Beitrag besagt), das sind übrigens auf Papyrus geschriebene Manuskripte in Form von Dokumenten, Briefen, literarischen Werken auf Griechisch und Latein. Archäologen entdeckten sie Ende des 19. Jahrhunderts auf einer historischen Müllkippe nahe dem ägyptischen Ort Oxyrhynchus.[18]

Mythische Prinzipien in Herr der Fliegen

Herr der Fliegen wird standardmäßig gelesen mit Bezug zur apollinisch-dionysischen Dichotomie, mit der zwei wesentliche Charakterzüge des Menschen aufgerufen werden.[19] Im Allgemeinen bekannt ist das Begriffspaar aber neben der antiken Mythologie auch in der Philosophie etwa durch Friedrich W. J. Schlegel, Friedrich Nietzsche und andere. Konkret gegenübergestellt werden die durch die Götter Apollon und Dionysos vertretenen Prinzipien der geistigen Klarheit, der Ordnung und der Kontrollierbarkeit der Welt, das rationale Bewusstsein sowie das sinnliche, irrationale Erleben der Welt und das damit einhergehende Chaos.[20]

Diese mythologischen und im Grunde auch anthropologischen Grundprinzipien, die zudem auch ästhetische und poetologische Aspekte vertreten, sind im Werk in den Figuren und ihren Handlungen präsent. Von einem ersten unvoreingenommenen Standpunkt aus würde ich sie allerdings nicht konkret mit dem Dargestellten primär verbinden wollen. Denn die Dichotomie gibt zwei Prinzipien wieder, die einen Platz in der Welt haben. Sie gehören zum Leben dazu. Dagegen ist aber das Böse, zumindest meiner Meinung nach, einer anderen Gewichtsklasse zuzuordnen, die ich an dieser Stelle noch nicht ganz fassen kann. Während jede Gottheit spezifische Aspekte und eigene Bereiche des Lebens vertritt, gilt das Böse übergreifend für alles und jeden in verschiedenen Färbungen und Variationen. Das wäre eine sehr umfassende, doch auch sehr interessante Analyse, die kann ich hier mit Fragezeichen andeuten, mehr leider nicht.

Stephen Kings Einführung zu Herr der Fliegen

„Imagine my surprise (shock might be closer) when, half a century after that visit to the bookmobile parked in the dusty dooryard of the Methodist Corners School, I downloaded the audio version of Lord of the Flies and heard William Golding articulating, in the charmingly casual introduction to his brilliant reading, exactly what had been troubling me. “One day I was sitting on one side of the fireplace and my wife was sitting on the other, and I suddenly said to her, ‘Wouldn’t it be a good idea to write a story about some boys on an island, showing how they would really behave, being boys and not little saints as they usually are in children’s books?’ And she said, ‘That’s a first-class idea! You write it!’ So I went ahead and wrote it.”[21]

Meine deutsche Übersetzung:
Stell dir meine Überraschung vor (Schock könnte passender sein), als ich, ein halbes Jahrhundert nach meinem Besuch im Büchermobil, das im staubigen Eingangsbereich der Methodisten-Eckschule geparkt war, die Hörversion von „Herr der Fliegen“ heruntergeladen habe und hörte, wie William Golding in der charmant lässigen Einleitung zu seiner brillanten Lesung genau das ausdrückte, was mich beunruhigt hatte. „Eines Tages saß ich auf der einen Seite des Kamins und meine Frau saß auf der anderen, und plötzlich sagte ich zu ihr: ‚Wäre es nicht eine gute Idee, eine Geschichte über einige Jungen auf einer Insel zu schreiben, die zeigt, wie sie sich wirklich verhalten würden, als Jungen und nicht als kleine Heilige, wie sie es normalerweise in Kinderbüchern sind?‘ Und sie sagte: ‚Das ist eine erstklassige Idee! Schreib du es!‘ Also habe ich es in Angriff genommen und es geschrieben.“

Hier wird also indirekt die Intention zum Verfassen des weiter oben als Parodie beschriebenen Werkes über Stephen King, ebenfalls ein Autor von Romanen über menschliche Abgründe, mitgeteilt. Dabei schließt sich diese Aussage nicht mit der weiter oben genannte Intention Goldings aus, das eigene Volk, die Briten, auch als Menschen darzustellen, die unter entsprechenden Bedingungen grausam handelt würden[22]. Zugleich aber wird in der durch King wiedergegebenen Aussage konkret die intertextuelle Relation aufgerufen, in dem Artikel war es die zeitgenössische Realität. Es wird also im intertextuellen Bereich der Gegensatz zu dem Bild der ‘heilen‘ Welt, wie sie in vielen Robinsonaden dargestellt ist, konterkariert und in Beziehung gesetzt mit der Realität, wie Golding sie möglicherweise selbst erlebt hat. Es geht ihm also, zumindest, wenn man Stephen King und seinem Gedächtnis trauen darf, darum das verharmloste Bild der Vorgängerromane bzw. seiner Landsleute zu korrigieren, um zu zeigen, wie es wirklich sein könnte.

Die eigenen Lesererfahrungen verarbeiten

King beschreibt auch, was er beim Lesen gefühlt hat: „By the time the boy with the birthmark on his face (the first littleun to raise the possibility of a beast of the island) disappeared, my sense of liberation had become tinged with unease. And by the time the badly ill – and perhaps visionary – Simon confronts the severed and fly-blown head oft he sow, which has been stuck on a pole, I was in terror.“[23]

Meine deutsche Übersetzung:
Als der Junge mit dem Muttermal im Gesicht (der erste Kleine, der die Möglichkeit eines Ungeheuers auf der Insel ansprach), verschwunden war, hatte sich mein Gefühl der Befreiung mit Unbehagen vermengt. Und als der schwer kranke – und vielleicht visionäre – Simon den abgetrennten und von Fliegen umschwärmten Kopf des Schweins konfrontiert, der auf einen Pfahl gesteckt wurde, war ich in Angst.

Die Leser packen

Es war auch für mich ein grauenvolles Leseerlebnis, erschütternd und packend. Das beschreibt Stephen King in seiner Einführung sehr gut: „It was, so far as I can remember, the first book with hands – strong ones that reached out oft he pages and seized me by the throat. It said to me, ‘This is not just entertainment; it’s life or death.’“[24]

Meine deutsche Übersetzung:
Es war, soweit ich mich erinnern kann, das erste Buch mit Händen – kräftigen Händen, die aus den Seiten griffen und mich am Hals packten. Es sagte zu mir: „Das ist nicht nur Unterhaltung; es geht um Leben oder Tod.“

Ich stimme Stephen King zu. Mir ging es beim Lesen genauso. Es ist wirklich schwierig zu beschreiben, aber wer einmal die Gelegenheit hat, dieses Buch zu lesen, der sollte es tun. Einige Szenen haben sich in meinen Kopf gegraben, ich werde sie nie wieder los, auch wenn ich nur die zu Worten zusammengesetzten Buchstaben aufgenommen habe. Goldings Worte haben auch mich mit kräftigen Händen am Hals gepackt.

Keine Erklärung notwendig

King schreibt weiterhin etwas sehr Wichtiges:
„By the time I reached the last seventy pages of Lord of the Flies I understood not only that some of the boys might die, but that some would die. It was inevitable. I only hoped it wouldn’t be Ralphm with whom I identified so passionately that I was in a cold sweat as I turned the pages. No teacher needed to tell me that Ralph embodied the values of civilization and that Jack’s embrace of savagery and sacrifice represented the ease with those values could be sewpt away; it was evident even to a child.“[25]

Meine deutsche Übersetzung:
Als ich die letzten siebzig Seiten von Herr der Fliegen erreichte, verstand ich nicht nur, dass einige der Jungen sterben könnten, sondern dass einige sterben würden. Es war unvermeidlich. Ich hoffte nur, dass es nicht Ralph sein würde, mit dem ich mich so leidenschaftlich identifizierte, dass mir kalter Schweiß ausbrach, als ich die Seiten umblätterte. Kein Lehrer musste mir sagen, dass Ralph die Werte der Zivilisation verkörperte und dass Jacks Umarmung von Wildheit und Opferbereitschaft die Leichtigkeit repräsentierte, mit der diese Werte hinweggefegt werden konnten; es war sogar für ein Kind offensichtlich.

Eben diese Wahrnehmung habe ich bereits beschrieben. Was passiert, muss nicht erklärt werden. Die Dynamiken sind so deutlich an den Figuren und ihren Handlungen erkennbar, sie entbehren jeder Analyse. Die lässt sich natürlich trotzdem anhand unterschiedlichster Parameter durchführen. Aber das Grundsätzlich, worum es geht, die Essenz des Romans, die benötigt keine ‘Untertitel’.

Emotionen und Analyse vereinen

Laut Stephen King sollte ein guter Roman die Grenze zwischen Autor und Leser verwischen, der Roman solle Teil des Lebens werden.[28] „In the best novels, the writer’s imagination becomes the reader’s reality.“[29] (In den besten Romanen wird die Vorstellungskraft des Schriftstellers zur Realität des Lesers.) Da spricht Stephen King natürlich ein weites Feld an. Autor und Leser vereinen, die Imagination zur Realität werden lassen. Wie lässt sich das untersuchen und analysieren? Dabei schließt das eine das andere nicht aus. Es geht möglicherweise auch hier um die Vereinigung von Gegensätzen. Eine Analyse sei durch eine emotionale Reaktion nicht ausgeschlossen, so King. [26] „My rule of thumb as a writer and a reader—largely formed by Lord of the Flies—is Feel it first, think about it later. Analyze all you want, but first dig the experience.[27]

Meine deutsche Übersetzung: Meine Faustregel als Schriftsteller und Leser – größtenteils geprägt durch „Herr der Fliegen“ – lautet: Fühle es zuerst, denke später darüber nach. Analysiere so viel du willst, aber mache zuerst die Erfahrung.

Vielleicht kommt es hier auch auf die Profession an, den Grund, aus dem jemand etwas liest. Kann jemand ein Werk ganz objektiv lesen? Selbst bei der Analyse eines Werkes werden vielleicht Abneigung oder Sympathie für das Gelesene auch unbemerkt mitschwingen. Vermutlich gehöre ich einfach zu den Menschen, die Stephen King nickend zustimmen. Ich erfahre Literatur auch zuerst, dann analysiere ich sie.

Über das Gelesene nachdenken

Ich denke seit meiner Lektüre immer wieder an das Buch und vor allem an eine bestimmte Szene (es ist nicht der oben aufgeführte Dialog). Weil ich immer wieder daran denke, schreibe ich jetzt darüber. Ich schreibe über Goldings Herr der Fliegen, weil mich das Buch bei der Lektüre gepackt hat und weil ich die dort enthaltenen Dynamiken für so wichtig halte, dass ich den Blick auf das Buch lenken will. Ich möchte, dass auch andere Menschen das Buch lesen, sie sich auch so elend bei der Lektüre fühlen wie ich. Ich möchte auch, dass sie über ihren Anteil am Dargestellten nachdenken. Ich möchte, dass sie nach der Lektüre desillusioniert sind und überlegen, was sie im Umgang mit anderen besser machen können.

Niemand schreibt etwas einfach so. Einen Grund für das Verfassen von Texten, literarischen Werken insbesondere, gibt es immer. Und sei es nur eine Auftragsarbeit, die mit einer spezifischen Intention von jemand anderem in Auftrag gegeben wurde. Abschließend kann ich nur sagen, dass es wenig Bücher gibt, die mich zu Tränen rühren. Und es gibt noch weniger Bücher, deren Szenen sich mir ins Gedächtnis brennen. Herr der Fliegen gehört zu letztgenannter Kategorie.

Weiterführende Themen:

In Herr der Fliegen gibt es ein Geflecht an Motiven und Symbolen und ihre Verbindung zur Welt der Erwachsenen. Dazu zählen Masken, Schmetterlinge, das Muschelhorn, Feuer, Piggys Brille, der Herr der Fliegen, das Tier, Jäger und mehr. Die Figuren und ihre Eigenschaften haben eine besondere Bedeutung. Zu den Figuren gehört auch ihre spezifische Sprache und wie sie sich jeweils ausdrücken. Gerade diesbezüglich sollte auf die englische Ausgabe zurückgegriffen werden. Neben der Sprache sind auch die Dynamiken der Figuren untereinander relevant, wie verhalten sie sich zueinander und welche übergeordneten Prinzipien werden an ihnen dargestellt? In diesem Zusammenhang ist auch wichtig, ob und inwiefern sie diese von ihnen vertretenen oder eingeforderten Prinzipien und Werte authentisch vertreten oder ob es Differenzen oder Brüche diesbezüglich gibt.

Quellen:

Golding, William: Herr der Fliegen. Aus dem Englischen von Hermann Stiehl. Frankfurt am Main 2001.
Golding, William: Lord of the Flies (Kindle-Version). New York 2006.

Verwendete Literatur:

Collinet, Benedikt, Art. Baal-Sebub (NT). In: Das Wissenschaftliche Bibellexikon im Internet (www.wibilex.de), 2020, S. 6, online unter: https://bibelwissenschaft.de/stichwort/49952, zuletzt abgerufen am 25.12.2023.
Dick, Bernhard F.: William Golding. Revised Edition. Twayne’s English Authors Series. Hg. von Kinley E. Roby. Boston 1987.
Feldvoß, Marli: 25. Todestag des Schriftstellers William Golding. „Ich bin ein Monster“. In: Deutschlandfunk am 19.06.2018, online unter: https://www.deutschlandfunkkultur.de/25-todestag-des-schriftstellers-william-golding-ich-bin-ein-102.html, zuletzt aufgerufen am 27.12.2023.
Goethe, Johann Wolfgang von: Faust. Der Tragödie erster Teil. (Reclam Universal-Bibliothek Nr. 1) Stuttgart 1986, S. 39, Z. 1334.
Golding, William: It’s a long way to Oxyrhynchus. In: The Spectator. 7. Juli 1961, S. 21, online unter: http://archive.spectator.co.uk/article/7th-july-1961/21/its-a-long-way-to-oxyrhynchus, zuletzt aufgerufen am 26.12.2023.
Hasenbach, Sabine: Lord of the Flies (Herr der Fliegen) von William Golding.: Textanalyse und Interpretation mit ausführlicher Inhaltsangabe und Abituraufgaben mit Lösungen Kindle-Version. (Königs Erläuterungen 332).
Schneider, Wolfgang: William Golding: „Herr der Fliegen“. Unschuldige Kinder auf mörderischer Jagd. Deutschlandfunk am 17.07.2016, online unter: https://www.deutschlandfunk.de/william-golding-herr-der-fliegen-unschuldige-kinder-auf-100.html, zuletzt abgerufen am 25.12.2023.
Schulz, Kathrin: Apollinisch/ionysisch. In: Metzler Lexikon Philosophie, online unter: https://www.spektrum.de/lexikon/philosophie/apollinisch-ionysisch/168, zuletzt aufgerufen am 26.12.2023.
Verweyen, Theodor und Witting, Gunther: Parodie. In: RLW 3. Hg. von Jan-Dirk Müller. Berlin/New York 2007, S. 23- 27.

Internet:

https://oxyrhynchus.web.ox.ac.uk/home.


[1] Collinet, Benedikt, Art. Baal-Sebub (NT). In: Das Wissenschaftliche Bibellexikon im Internet (www.wibilex.de), 2020, S. 6, online unter: https://bibelwissenschaft.de/stichwort/49952, zuletzt abgerufen am 25.12.2023. [2] Golding, William: Lord of the Flies (Kindle-Version) New York 2006, S. 181-183. [3] Golding, William: Herr der Fliegen. Aus dem Englischen von Hermann Stiehl. Frankfurt am Main 2001, S. 162-163. [4] Feldvoß, Marli: 25. Todestag des Schriftstellers William Golding. „Ich bin ein Monster“. In: Deutschlandfunk am 19.06.2018, online unter: https://www.deutschlandfunkkultur.de/25-todestag-des-schriftstellers-william-golding-ich-bin-ein-102.html, zuletzt aufgerufen am 27.12.2023. [5] Schneider, Wolfgang: William Golding: „Herr der Fliegen“. Unschuldige Kinder auf mörderischer Jagd. Deutschlandfunk am 17.07.2016, online unter: https://www.deutschlandfunk.de/william-golding-herr-der-fliegen-unschuldige-kinder-auf-100.html, zuletzt abgerufen am 25.12.2023. [6] Goethe, Johann Wolfgang von: Faust. Der Tragödie erster Teil. (Reclam Universal-Bibliothek Nr. 1) Stuttgart 1986, S. 39, Z. 1334. [7] Collinet, Benedikt, Art. Baal-Sebub (NT), in: Das Wissenschaftliche Bibellexikon im Internet (www.wibilex.de), 2020, online unter: https://bibelwissenschaft.de/stichwort/49952, zuletzt abgerufen am 25.12.2023. [8] Ebd. [9] Ebd. [10] Ebd. [11] Dick, Bernhard F.: William Golding. Revised Edition. Twayne’s English Authors Series. Hg. von Kinley E. Roby. Boston 1987. [12] Ebd., S. 4. [13] Verweyen, Theodor und Witting, Gunther: Parodie. In: RLW 3. Hg. von Jan-Dirk Müller. Berlin/New York 2007, S. 23- 27, hier S. 23. [14] Ebd., S. 24. [15] Ebd. [16] Hasenbach, Sabine: Lord of the Flies (Herr der Fliegen) von William Golding.: Textanalyse und Interpretation mit ausführlicher Inhaltsangabe und Abituraufgaben mit Lösungen Kindle-Version. (Königs Erläuterungen 332), S.19. [17] Golding, William: It’s a long way to Oxyrhynchus. In: The Spectator. 7. Juli 1961, S. 21, online unter: http://archive.spectator.co.uk/article/7th-july-1961/21/its-a-long-way-to-oxyrhynchus, zuletzt aufgerufen am 26.12.2023. [18] Wen das interessiert – und es dürfte in der Tat sehr interessant sein, hier ein Link: https://oxyrhynchus.web.ox.ac.uk/home. [19] Dick, Bernhard F.: William Golding. Revised Edition. Twayne’s English Authors Series. Hg. von Kinley E. Roby. Boston 1987, S. 10. [20] Schulz, Kathrin: Apollinisch/ionysisch. In: Metzler Lexikon Philosophie, online unter: https://www.spektrum.de/lexikon/philosophie/apollinisch-ionysisch/168, zuletzt aufgerufen am 26.12.2023. [21] Golding: Lord of the Flies, S. XIX. [22] Feldvoß, Marli: 25. Todestag des Schriftstellers William Golding. „Ich bin ein Monster“. In: Deutschlandfunk am 19.06.2018, online unter: https://www.deutschlandfunkkultur.de/25-todestag-des-schriftstellers-william-golding-ich-bin-ein-102.html, zuletzt aufgerufen am 27.12.2023. [23] Golding: Lord of the Flies, S. XIX. [24] Ebd., S. XX. [25] Ebd., S. XX. [26] Ebd., S. XXII. [27] Ebd., S. XXII. [28] Ebd., S. XXI. [29] Ebd., S. XXI.

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