Schlagwort: Mord

Wer steht hinter Literarische Gedankenexperimente?

Hinter den literarischen Gedankenexperimenten stehe ich – eine Literaturwissenschaftlerin, die in Texten entdeckt, was andere übersehen.

Nach meinem Studium der Literaturwissenschaft mit Schwerpunkt auf mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Literatur fasziniert mich bis heute, wie Geschichten über Jahrhunderte hinweg wirken und uns prägen. Was als wissenschaftliche Neugier begann, ist zu einer Leidenschaft geworden: Ich erkenne Muster in unterschiedlichen Erzählungen, analysiere Figuren undsuche nach verborgenen Verbindungen – das sind meine Gedankenexperimente. Dabei interessiert mich nicht nur, was Autorinnen und Autoren geschrieben haben, sondern auch das, was zwischen den Zeilen steht und wie es mit unserer heutigen Welt in Resonanz tritt.

Derzeit arbeite ich an drei Projekten: einer Studie zur historischen Figurennarratologie in der frühneuzeitlichen Novellistik, einem medienhistorischen Vergleich zweier Widmungsbriefe sowie einem Beitrag zur Intermedialität auf Basis unveröffentlichter Quellen.
Mehr über meine Interessen gibt es unter Über mich.

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    Kollektive Verantwortung, gesellschaftliche Mitschuld, Schweigen und die NS-„Euthanasie“ In Die Welt da drinnen von Helga Schubert geht es um die erzählerische Auseinandersetzung mit den nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morden in der Schweriner Nervenklink. Das Buch kam mir dazwischen, denn ich habe gerade Halbinsel von Kristine Bilkau gelesen und wollte dazu etwas schreiben. Die Welt da drinnen erschien erstmals…

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  • Klaus-Peter Wolfs Weihnachtsmannkiller – Ostfriesland-Krimi

    Hinter Tür Nummer 15 verbirgt sich ein für die Weihnachtszeit eher untypischer, doch sehr passender Roman. Es handelt sich um den Ostfriesen-Krimi Der Weihnachtsmannkiller von Klaus-Peter Wolf. Wer Weihnachten einmal anders erleben möchte, die Spannung der Jagd und schwarzen Humor mag, der wird auch dieses Werk mögen. Einblick in die Handlung von Der Weihnachtsmannkiller Klaus-Peter…

  • Thomas Becket gegen Heinrich II.

    Ein mit verschiedenen Instrumenten geführter Kampf zwischen zwei Männern um Ehre, Macht und Männlichkeit „Wenn der König jetzt sein Schwert zückt, wie du das deine, kann man dann für die Zukunft noch auf Frieden hoffen?“[1] Dies fragte Gilbert Foliot, Bischof von London, Thomas Becket, den Erzbischof von Canterbury, als dieser an den Hof König Heinrichs…

  • Lolita von Vladimir Nabokov – individuelle Spurensuche

    „Lolita, Licht meines Lebens, Feuer meiner Lenden. Meine Sünde, meine Seele. Lo-li-ta: die Zungenspitze macht drei Sprünge den Gaumen hinab und tippt bei Drei gegen die Zähne. Lo. Li. Ta. Sie war Lo, einfach Lo am Morgen, wenn sie vier Fuß zehn groß in einem Söckchen dastand. Sie war Lola in Hosen. Sie war Dolly…