Ted Lasso – Fußball, Optimismus, aus Literatur lernen

Ted Lasso ist eine Fußballserie auf Apple TV+, die sich um die gleichnamige Figur Ted Lasso dreht. bleachers-1867992_1920_Pexels auf Pixabay

Zuletzt aktualisiert am 22. Februar 2026

Als Ted Lasso seinen Spielern Bücher schenkt, wirkt das zunächst wie eine weitere Marotte dieses unerschütterlichen Optimisten. Doch die Szene ist mehr als ein Gag. Sie behauptet etwas Radikales: dass Literatur Menschen verändern kann – nicht abstrakt, sondern konkret. Nicht als Bildungsornament, sondern als Handlungsmotor.

In einer Serie, die vom Profifußball handelt, wird ausgerechnet das Lesen zur Strategie. Die Romane sind keine Requisiten. Sie sind Interventionen. Und vielleicht ist das die eigentliche Pointe von Ted Lasso: Dass Fiktion innerhalb der Fiktion wirksam wird – und damit auch uns als Zuschauer adressiert.

Wer oder was ist eigentlich Ted Lasso?

Ted Lasso ist mehr als eine Serie über Fußball. Auf den ersten Blick wirkt sie wie ein Feel-Good-Phänomen: ein amerikanischer Trainer, charmant optimistisch, der aus Kansas in die britische Premier League stolpert, ohne Ahnung vom Fußball, und doch irgendwie Herzen gewinnt. Doch die eigentliche Kunst liegt nicht im Sport, sondern in der Art, wie die Serie über Menschen erzählt: über ihre Unsicherheiten, ihre verletzlichen Seiten, ihre Möglichkeiten, sich zu verändern.

Die Figur Ted Lasso ist der Katalysator dieses Prozesses. Sein Optimismus ist nicht bloß komödiantisches Stilmittel; er ist ein strategisches Instrument der Transformation. Und genau hier schlägt sich die Verbindung zur Literatur nieder: Ted verschenkt Bücher an seine Spieler, nicht als Dekoration, sondern als Intervention. Die Serie behauptet radikal, dass Geschichten nicht nur erzählt werden, sondern wirken können – dass Lesen Handlungsmacht erzeugt.

Ted Lasso zeigt, dass Bildung und Erfahrung nicht auf Faktenwissen beschränkt sind. Lesen wird zu einer Form des Erlebens, zu einem Spiegel, in dem Figuren – und Zuschauer – sich selbst neu sehen können. Die Serie ist so mehr als Unterhaltung: sie inszeniert die Wirksamkeit von Literatur im Herz eines Popkulturprodukts.

Zum Inhalt von Ted Lasso

Ted Lasso ist ein College-Football-Trainer aus Kansas, der ohne jede Fußballkenntnis als Coach in der englischen Premier League landet. Null Ahnung. Nada. Niente. Nix. Diese Absurdität ist kein Gag, sondern der Ausgangspunkt einer Serie, die den Unsinn zum Motor von Reflexion macht.

Auf einer Pressekonferenz sieht sich Ted mit einer wichtigen Frage durch den Reporter Trent Crimm konfrontiert:
Trent: Trent Crimm. The Independant.
Ted: Ohhh. Ich erinnere mich an Sie.
Trent: Aus reiner Neugier. Könnten Sie uns die Abseitsregel erklären?
[Alle Journalisten lachen.]
Ted: Ich bediene mich hier der gleichen Definition wie der Oberste Gerichtshof 1964 zum Thema Pornografie. Schwer zu erklären, aber man weiß es, wenn man es sieht.
[Wieder lachen alle Journalisten.]
Quelle: Lawrence, Bill/Sudeikis, Jason/Hunt, Brendan/Kelly Joe/Ingold, Jeff/Wrubel, Bill: Ted Lasso [Serie]. London: Ruby’s Tuny Inc., Doozer, Universal Television, Warner Bros. Television. 2020-2023, Season 1, Episode 2, 15:08-15:23.

Alle lachen – und genau hier zeigt sich Teds Haltung. Es geht nicht um Regelkunde, sondern um Haltung. Ted navigiert durch Hierarchien, kulturelle Codes und Erwartungsdruck mit Humor, Intuition und Menschlichkeit.

Ironischerweise wird er nicht eingestellt, weil man ihm Kompetenz zutraut, sondern weil man ihr misstraut: Rebecca Welton, die neue Besitzerin, will den Club ruinieren, als Rache an ihrem Ex-Mann. Doch Teds unerschütterlicher Optimismus und seine Empathie verwandeln die Falle in eine Chance – für Spieler, Kollegen und Zuschauer. Fußball wird so zur Bühne für Charakterbildung, zur Allegorie für die Kraft von Führung, die auf Wertschätzung statt Zwang beruht.

Ted Lasso und seine Spieler – Literatur als Instrument der Selbstreflexion

Ted Lasso ist kein gewöhnlicher Trainer. Er besitzt weder fußballerisches Genie noch sportliches Autoritätsgefühl – sein Werkzeug ist Literatur. Die Bücher, die er seinen Spielern schenkt, sind mehr als Geschenke: sie sind Schlüssel zu Erkenntnis, Spiegel ihrer Schwächen, Katalysatoren für Entwicklung. Die Spieler sollen sie lesen und anhand der Figuren erkennen, was sie anders oder besser machen könnten. So etwas hatte ja bereits Sebastian Brant 1494 mit seinem Narrenschiff im Sinn, wenn auch mit derber Satire.

In der dritten Folge der ersten Staffel schenkt Ted Lasso den Spielern Bücher. Das Besondere an diesen Büchern ist, dass sie zu ihnen und ihrer momentanen Lebenssituation oder ihrem Charakter passen, Ted sie präzise ausgesucht hat. Die Bücher sind also thematisch auf die Spieler zugeschnitten, weil in ihnen spezielle Themen behandelt werden, welche die Spieler zum Nachdenken anregen sollen bzw. weil sie etwas aus den Büchern lernen können, sie als Vorbild benutzen sollen. Jamie erhält The Beautyful and the Damned (Die Schönen und die Verdammten) von F. Scott Fitzgerald, Sam bekommt Ender‘s Game (Enders Spiel) von Orson Scott Card und Roy A Wrinkle in Time (Die Zeitfalte) von Madeleine L’Engle.

Ted Lasso, Roy Kent und A Wrinkle in Time: Literatur als Spiegel der Selbstreflexion

Ted Lasso ist mehr als ein Trainer – er ist ein subtiler Architekt von Veränderung, und seine Werkzeuge sind nicht Pfeife und Taktiktafel, sondern Bücher. Roy Kent, der raue Veteran des AFC Richmond, bekommt A Wrinkle in Time von Madeleine L’Engle geschenkt. Auf den ersten Blick ein Jugendroman, ein Science-Fiction-Fantasy-Abenteuer: ein Mädchen, ein verschollener Vater, drei rätselhafte Führerinnen, eine Reise durch Raum und Zeit. Für Roy zunächst ein Geschenk, das so wenig Sinn zu machen scheint wie Teds Einstellung selbst: Ein American-Football-Trainer soll einen englischen Fußballverein leiten, und nun liest der mürrische Mittelfeldspieler über ein 13-jähriges Mädchen.

Die Wirkung entfaltet sich im Dialog, nicht in der trockenen Lehrstunde. Als Nate wieder einmal gemobbt wird, spürt Roy Ungerechtigkeit, und der folgende Austausch offenbart Teds Strategie:

Roy: Ich dachte nur, Sie sollten wissen, dass Ihr Kumpel Nathan jeden Tag von Jamie und seinen Freunden wortwörtlich gemobbt wird.
Ted: Richtig.
Roy: Sie wissen’s also schon?
Ted: Ja.
Roy: Und Sie unternehmen was dagegen?
Ted: Nö.
Roy: Wollen Sie mich verarschen?
Ted: Roy, ich hab‘ zwei große Lektionen auf dem harten, staubigen Pausenhof der Brookridge Elementary School gelernt. Nummer eins: Wenn der kleine Ronnie Fowch dir einen Schokoriegel anbietet, sagst du sofort nein und schaust, dass du schleunigst Land gewinnst. Denn es ist äußerst wahrscheinlich, dass der kleine Stinker, sein Geschäft in ‘ne Snickers-Verpackung gestopft hat. Keiner hat ihn je dabei erwischt, aber einige haben reingebissen. [Ob Ted zu den letztgenannten gehört wird übrigens von seiner Mutter in einer späteren Folge aufgeklärt] Nummer zwei: Wenn ein Lehrer dem Schultyrann befiehlt, damit aufzuhören macht’s das nur schlimmer.
Roy: Sie werden also rein gar nichts tun?
Ted: Nein.
[Roy schnauft abfällig und geht aus dem Büro.]
Coach: Wieso provozierst du ihn?
Ted: Er ist der Wichtigste, Coach. Wenn wir hier was reißen wollen, muss er sich seiner Rolle bewusst werden und über sich hinauswachsen.
Quelle: Lawrence, Bill/Sudeikis, Jason/Hunt, Brendan/Kelly Joe/Ingold, Jeff/Wrubel, Bill: Ted Lasso [Serie]. London: Ruby’s Tuny Inc., Doozer, Universal Television, Warner Bros. Television. 2020-2023, Season 1, Episode 3, 00:09:56-00:11:00.

Hier wird deutlich: Roy soll erkennen, dass Macht und Einfluss nicht durch Härte, sondern durch Reflektion und Selbstbewusstsein wirksam werden. Später wird sein Widerstand gegen Teds Buchgeschenk sichtbar:

Roy: Jetzt reicht’s. Ich bin durch mit all Ihren Spielchen und mit ihren dummen Geschenken.  Was ist diese Scheiß Zeitfalte überhaupt.
Trent Grimm:  Ein herrlicher Jugendroman. Er handelt von einem jungen Mädchen und ihren Problemen mit der Last Anführer zu sein, während sie durch’s All reist.
Ted: Ja genau das!
Roy: Und ich bin das Mädchen, oder was?
Ted: Würd‘ ich mir wünschen.
Quelle: Lawrence, Bill/Sudeikis, Jason/Hunt, Brendan/Kelly Joe/Ingold, Jeff/Wrubel, Bill: Ted Lasso [Serie]. London: Ruby’s Tuny Inc., Doozer, Universal Television, Warner Bros. Television. 2020-2023, Season 1, Episode 3, 23:25-23:50.

Diese Dialoge zeigen, wie Literatur bei Ted Lasso zum Medium der Selbsttransformation wird: Roy liest, erkennt, hinterfragt – und übernimmt Verantwortung, nicht nur im Team, sondern auch in seinen Beziehungen. Aus Widerstand erwächst Reflexion, aus Reflexion handelt Roy authentisch, empathisch und führend. Die Schale bleibt rau, der Kern wird weich.

Sam Obisanya und Ender’s Game: Strategien der Verantwortung

Ted Lasso verschenkt nicht einfach Bücher. Bei Sam Obisanya fällt die Wahl auf Ender’s Game von Orson Scott Card – ein Roman über den jungen Andrew „Ender“ Wiggin, der unter extremem Druck, in Isolation und durch Manipulation zu einem militärischen Genie heranwächst, nur um am Ende die Konsequenzen seiner Taten zu erkennen.

Wie Ender, so steht auch Sam im Spannungsfeld zwischen Talent, Verantwortung und externer Erwartungshaltung. Er ist jung, klug und von Natur aus verantwortungsbewusst, doch seine Rolle als Fußballspieler im AFC Richmond bringt Konflikte mit sich: zwischen Karriereambitionen, familiären Verpflichtungen in Nigeria und der eigenen Identität. Sam ist gefordert, die Mechanismen von Kapitalismus, Neid und gesellschaftlicher Ungerechtigkeit zu erkennen – ein Prozess, der ihn zwingt, die eigenen Werte zu reflektieren und zu entscheiden, wie er handeln will.

Ted Lasso versteht genau diese Parallele. Durch das Geschenk des Buches wird Sam nicht belehrt, sondern angeregt, Strategien der Selbstführung, Resilienz und Empathie zu entwickeln. Ender und Sam – beide lernen, dass wahre Stärke nicht in kurzfristigen Erfolgen liegt, sondern in der Fähigkeit, unter Druck moralisch und strategisch zu handeln, die eigenen Werte nicht zu verraten und trotz Widrigkeiten Entscheidungen zu treffen, die nicht nur das eigene Leben, sondern das Wohlergehen anderer beeinflussen.

In dieser Konstellation wird Sam mehr als nur ein Fußballspieler: Er ist ein Symbol für Verantwortung, Reflexion und die Fähigkeit, komplexe, oft widersprüchliche Erwartungen zu navigieren. Das Buch wirkt hier als Medium, das die Figurenentwicklung sichtbar macht, und der Rezipient erkennt: Lesen, gerade in Form von sorgfältig gewählten Geschichten, kann ein Werkzeug sein, um Führung, Selbstbewusstsein und Empathie zu fördern – selbst auf dem Fußballfeld.

Jamie Tartt und Die Schönen und die Verdammten: Spiegel der Dekadenz

Ted Lasso schenkt Jamie Fitzgeralds The Beautiful and Damned nicht zufällig. Der Roman porträtiert Anthony Patch und seine Frau Gloria, ein junges, schönes und privilegiertes Paar der 1920er Jahre, das sich in Exzessen, Egoismus und Müßiggang verliert. Äußerlich attraktiv, innerlich leer – eine Warnung vor den Gefahren eines Lebens ohne Sinn und Verantwortungsbewusstsein.

Jamie tritt zu Beginn der Serie in genau dieser Haltung auf: talentiert, jung, gutaussehend, reich, bewundert von Fans und Frauen, doch geprägt von Arroganz, Egozentrik und mangelnder Selbstreflexion. Wie Anthony Patch schwelgt er in kurzfristigen Vergnügungen, ohne die Konsequenzen seines Handelns zu bedenken. Ted schenkt ihm Fitzgeralds Roman als Spiegel: „Siehst du, wohin ein Leben ohne Verantwortung und Werte führt?“

Die Wirkung entfaltet sich subtil. Jamie muss seine Grenzen erkennen – im Team, in Beziehungen und in seinem Selbstbild. Er beginnt zu verstehen, dass Erfolg und Talent allein nicht genügen: Werte wie Zusammenhalt, Freundschaft und Verantwortungsbewusstsein sind entscheidend. Wie Fitzgeralds Protagonisten am Ende die Leere ihrer Entscheidungen erkennen, so lernt auch Jamie, dass wahre Reife über Ego und Privilegien hinausgeht.

Ted Lassos Buchgeschenke – kurzfristige Lektüre mit langfristigen Ergebnissen

Bei Roy sehen wir die Wirkung des Buches direkt – im Dialog, im Widerstand, in der Veränderung. Bei Sam und Jamie bleibt die Verbindung zunächst impliziter. Die Serie zeigt nicht, wie sie lesen, sondern wie sie sich im Verlauf der drei Staffel weiterentwickeln. Und vielleicht ist das die eigentliche Pointe: Literatur wirkt oft still, unsichtbar, erst im Nachhinein erkennbar. So ist es immerhin auch mit dem Lesen selbst, man muss Seite für Seite lesen, Satz für Satz, wenn man alles mitnehmen möchte. Ein Vorspulen ist bei Büchern nicht in der Form möglich wie es bei Filmen der Fall ist.

Oftmals legt man das Buch beiseite und widmet sich wichtigeren Prioritäten. Während sich also Roys Wandlung kurzfristig zeigt und er damit als Stellvertreter dieses figuralen Wirkprinzips fungiert, zeigen sich bei Sam und Jamie nachhaltige Transformationen erst später. Sam wächst als Spieler trotz intensivem Druck über sich hinaus und beginnt, sein Potenzial voll auszuschöpfen, ohne sich von externen Störelementen negativ beeinflussen zu lassen. Jamie hingegen wird vom egozentrischen Macho zum einfühlsamen Teamplayer – einer, der sein Talent nicht mehr gegen das Team stellt, sondern für es.

Vermutlich können wir uns alle in solch eine Lektüresituation einfühlen. Es gibt Bücher, die uns nicht loslassen, bei denen wir hastig die Seiten umblättern, sie überall lesen, beim Essen vollkleckern und mit den Figuren mitfiebern, sie lieben und hassen, uns mit ihnen identifizieren und uns fragen, was wir an ihrer Stelle tun würden. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich auch schon einige solcher Erkenntnisse aus Literatur gewonnen haben. Die wunderbaren Weisheiten aus Lewis Carrolls Alice im Wunderland sind unangefochten und auch die Tatsache, dass wir oftmals Lösungen für unsere Probleme bereits in uns tragen (wie es Dorothy und ihre Freunde in Der Zauberer von Oz erleben) habe ich bei der Lektüren „erlesen“ dürfen.

Fazit: Ted Lasso und Literatur als Brücke zwischen fiktionalem und realem Leben

Die Bücher, die Ted wählt, sind amerikanische Klassiker und Jugendromane – vielleicht auch solche, die er selbst als Kind oder Jugendlicher gelesen haben könnte. In jedem Fall sind es Geschichten, die das Erwachsenwerden, moralische Entscheidungen und persönliche Entwicklung thematisieren. Die Serie selbst wird so zu einer Art „literarischer Spiegel“: Wer sie anschaut, beobachtet die Figuren im Handeln und erkennt gleichzeitig, wie Literatur wirken kann.

Die Frage „Kann man aus Romanen wirklich etwas fürs Leben lernen?“ beantwortet sich hier durch die Serie praktisch selbst: Wenn der Leser oder Rezipient bereit ist, Parallelen zu erkennen, kann Fiktion durchaus die Reflexion über das eigene Leben anstoßen. Lesen wird so nicht nur zu einem Mittel der Unterhaltung, sondern zu einem Werkzeug der Selbstbeobachtung, des Nachdenkens und der persönlichen Entwicklung – analog zu Teds Absicht mit seinen Spielern.

Katrin Beißner

Bildquellen

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