Monat: Oktober 2025

Wer steht hinter Literarische Gedankenexperimente?

Hinter den literarischen Gedankenexperimenten stehe ich – eine Literaturwissenschaftlerin, die in Texten entdeckt, was andere übersehen.

Nach meinem Studium der Literaturwissenschaft mit Schwerpunkt auf mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Literatur fasziniert mich bis heute, wie Geschichten über Jahrhunderte hinweg wirken und uns prägen. Was als wissenschaftliche Neugier begann, ist zu einer Leidenschaft geworden: Ich erkenne Muster in unterschiedlichen Erzählungen, analysiere Figuren undsuche nach verborgenen Verbindungen – das sind meine Gedankenexperimente. Dabei interessiert mich nicht nur, was Autorinnen und Autoren geschrieben haben, sondern auch das, was zwischen den Zeilen steht und wie es mit unserer heutigen Welt in Resonanz tritt.

Derzeit arbeite ich an drei Projekten: einer Studie zur historischen Figurennarratologie in der frühneuzeitlichen Novellistik, einem medienhistorischen Vergleich zweier Widmungsbriefe sowie einem Beitrag zur Intermedialität auf Basis unveröffentlichter Quellen.
Mehr über meine Interessen gibt es unter Über mich.

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  • Kristine Bilkaus Halbinsel: Hammershøis Ästhetik der Klimakrise

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  • Funktionale Intertextualität und Wissenstradierung im zeitgenössischen Kontext am Beispiel jüdischer Figuren und Stereotype in ausgewählter Literatur

    Zuletzt aktualisiert am 20. Dezember 2025 Abstract Antijüdische Stereotype und Vorurteile sind tief in Kultur und Gesellschaft verwurzelt und finden sich seit der Antike in Literatur, Kunst und Alltag. Literarische Werke greifen diese tradierte Bildsprache auf, gestalten sie neu oder transformieren sie, wobei sowohl historische als auch zeitgenössische Werke einbezogen werden. Der Text beleuchtet, wie…

  • Jehona Kicaj ë: Murmeln als Symbol des Unsagbaren

    Zuletzt aktualisiert am 6. Juni 2026 Abstract: In der vorliegenden Analyse wird untersucht, wie Murmeln in Jehona Kicajs Roman ë vom privaten Spielzeug zur materiellen Archivierung von Gewalt transformiert werden. Sie fungieren als zentrales Symbol für das Unsagbare und den Verlust der Kindheit, indem sie stille Zeugnisse von Kriegsereignissen bewahren, die sprachlich kaum fassbar sind.…