To Kill a Mockingbird: Harper Lees unbequeme Wahrheiten über Rassismus

Zuletzt aktualisiert am 19. Oktober 2026

To Kill a Mockingbird von Harper Lee erschien 1960, ins Deutsche übersetzt wurde der Titel mit Wer die Nachtigall stört. Das Buch wurde 1961 mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet, dem wichtigsten US-amerikanischen Medienpreis für Literatur, Journalismus und Musik. Auch die Verfilmung mit Gregory Peck in der Rolle des Atticus Finch von 1962 erhielt drei Oscars. Die im Werk aufgegriffenen Themen wie Intoleranz, Gerechtigkeit, Vorurteile, Mut, Empathie, sozialer Status und ein danach ausgerichtetes gesellschaftliches System, Bildung und Aberglauben[1] sind in moderner Form mehr oder weniger nach wie vor präsent. Rassismus ist also nur ein Teil der vielen Themen, die dargestellt werden. Dennoch muss auch beachtet werden, dass der Roman heute auch umstritten ist und ambivalent betrachtet werden kann. Ich hoffe mit den nachfolgenden Erörterungen ein wenig dieser Inszenierungen aufzeigen zu können.

Inhaltsverzeichnis

To Kill A Mockingbird von Harper Lee wurde 1930 veröffentlicht und 1961 mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet, denn der Roman behandelt Themen wie soziale Ungleichheit, Intoleranz, Vorurteile, Ungerechtigkeiten und mehr.

To Kill Mockingbird und Rezeption

To Kill a Mockingbird ist eine typische Schullektüre, mindestens in den USA. Wer googelt, wird in jedem Fall fündig. Ich bin über den Film an das Buch gekommen. Und es war eine Szene, die mich besonders beeindruckt hat. Damit bin ich übrigens nicht alleine. Auch die Anwältin Alicia Florrick (Julianna Margulies) aus der US-Serie The Good Wife und ihre Tochter Grace sind beeindruckt von dem Abschlussplädoyer von Atticus Finch.

Grace: Mir gefällt, wenn Leute Reden halten und die Meinung anderer dadurch ändern.
Alicia: Ja, mir auch.
Grace: Hast du das schon getan? Vor Gericht?
Alicia: Nein. Es geht hauptsächlich um Fakten und Beweise. Die meiste Zeit hat man niemanden an den man glauben kann.[2]

The Good Wife ist in mehrfacher Hinsicht eine sehenswerte Serie, das soll aber hier nur ein kurzer Schlenker bleiben.

Die Gerichtsrede aus To Kill a Mockingbird ist beeindruckend! Bevor ich mich in Ausschweifungen verliere, fasse ich daher kurz den Inhalt zusammen und werde besagte Passage zur Teilhabe zitieren.

Zusammenfassung To Kill a Mockingbird von Harper Lee

Die Geschichte spielt in der fiktiven Stadt Maycomb in Alabama zur Zeit der Großen Depression bzw. der Weltwirtschaftskrise, die im Oktober 1929 mit dem Börsencrash begann und die USA bis in die späten 1930er-Jahre prägte. Erzählt wird aus der Perspektive von Jean Louise ‘Scout’ Finch, einem Mädchen zwischen sechs und neun Jahren (in der erzählten Zeit des Buches), die gemeinsam mit ihrem Bruder Jem bei ihrem Vater Atticus Finch lebt. Als Anwalt übernimmt Atticus die Verteidigung von Tom Robinson, einem Schwarzen, der fälschlicherweise der Vergewaltigung einer Weißen beschuldigt wird.

Schein und Sein spielen eine wichtige Rolle in Lees Werk, denn es kommt zunächst die Frage auf, warum Atticus einen Vergewaltiger vertritt. Die Erzählperspektive ist hier relevant, die Erwachsene Jean Louise versetzt sich in ihr jüngeres Ich und rekapituliert die Ereignisse aus einem Zeitraum von drei Jahren. Im Kern dreht sich die Geschichte um den Gerichtsprozess, die unfaire Verurteilung von Tom Robinson und die Diskriminierung, welche den Kindern und auch Atticus entgegenschlägt. Rassismus, Vorurteile und die Erfahrung von Hass und Gewalt machen vor den Bewohnern der Kleinstadt nicht halt. Durch das Gerichtsverfahren werden letztlich prekäre soziale Zustände der Menschen in dem kleinen Städtchen offenbar. Jean Louise und ihr Bruder Jem haben am Ende des Buches Erkenntnisse über die Menschen dazugewonnen. Wo sie vorher von dem Glauben an das Gute ausgingen, wissen sie es nachher besser, weil sie es am eigenen Leib erfahren haben.

Figuren und Rollen in To Kill a Mockingbird

Scout Finch

Die Protagonistin und Erzählerin der Geschichte. Sie ist ein neugieriges, intelligentes Mädchen, das mit den gesellschaftlichen und moralischen Herausforderungen ihrer Umgebung konfrontiert wird.

Atticus Finch

Scouts Vater und ein respektierter Anwalt, der für seine Integrität und seinen Mut bekannt ist. Er verteidigt Tom Robinson und stellt sich dem Rassismus in der Gesellschaft.

Jem Finch

Scouts älterer Bruder, der ebenfalls mit den moralischen Dilemmata und der Ungerechtigkeit in ihrer Gesellschaft wächst.

Tom Robinson

Ein afroamerikanischer Mann, der fälschlicherweise beschuldigt wird, Mayella Ewell vergewaltigt zu haben. Er ist das Opfer von Rassismus und sozialer Ungerechtigkeit.

Mayella Ewell

Die weiße Frau, die behauptet, von Tom Robinson vergewaltigt worden zu sein. Ihre Rolle ist ambivalent, da sie aus einer armen, missbräuchlichen Familie stammt.

Bob Ewell

Mayellas Vater, der die falschen Anschuldigungen gegen Tom Robinson erhebt. Er steht für den rassistischen und gewalttätigen Teil der Gesellschaft.

Boo Radley

Ein mysteriöser Nachbar, über den sich die Kinder zahlreiche Geschichten erzählen. Am Ende wird er zu einer Symbolfigur für das Gute inmitten von Vorurteilen und Missverständnissen.

Calpurnia

Die schwarze Haushälterin der Finch-Familie. Sie spielt eine wichtige Rolle im Leben von Scout und Jem und bringt ihnen wichtige Lektionen über Rassismus und Gerechtigkeit bei. Allerdings finde ich es interessant, dass sie keinen Nachnamen zu haben scheint!!

Dill Harris

Ein Freund von Scout und Jem, der die Sommer in Maycomb verbringt. Er ist ein neugieriger und fantasievoller Junge, der eine besondere Bindung zu Scout hat. Die Figur des Dill Harris ist dem Autor Truman Capote, dem Schöpfer von Frühstück bei Tiffany, nachempfunden. Er und Harper Lee waren befreundet.

FAQ To Kill a Mockingbird

Wer ist die Autorin von To Kill a Mockingbird?

Die Autorin von To Kill a Mockingbird ist Harper Lee. Der Roman wurde 1960 veröffentlicht und ist ihr bekanntestes Werk.

Was ist das Hauptthema von To Kill a Mockingbird

Das Hauptthema des Romans ist der Rassismus und die Ungleichheit in der Gesellschaft, insbesondere in den Südstaaten der USA. Es geht um die moralische Entwicklung der Kinder und die Auswirkungen von Vorurteilen und Ungerechtigkeit.

Was passiert mit Tom Robinson?

Tom Robinson wird fälschlicherweise des Verbrechens beschuldigt und trotz der eindeutigen Beweise, die seine Unschuld belegen, von einer Jury für schuldig befunden. Er wird später in einem Gefängnis erschossen, während er versucht, zu fliehen.

Warum ist Atticus Finch eine wichtige Figur?

Atticus Finch ist ein Symbol für Gerechtigkeit und Moral. Er verteidigt Tom Robinson gegen falsche Anschuldigungen, obwohl er mit sozialem Druck und Rassismus konfrontiert wird. Er lehrt seine Kinder Werte wie Empathie und das Streben nach Gerechtigkeit, muss Scout und Jem aber zugleich auch erklären, warum er den vermeintlich Schuldigen verteidigt.

Was symbolisiert Boo Radley?

Boo Radley wird als Symbol für das Andere, das Unbekannte und das Unverständliche betrachtet. Er repräsentiert die Ängste und Vorurteile der Gesellschaft. Am Ende des Romans zeigt sich, dass Boo eine wohlwollende, schützende Figur ist, die den Kindern wohlgesonnen ist und ihnen hilft.

Welche Rolle spielt die Perspektive von Scout Finch?

Scout Finch erzählt die Geschichte rückblickend als Erwachsene aus ihrer Sicht als Kind. Diese Perspektive bietet einen klaren Blick auf die Unschuld und den Prozess des Erwachsenwerdens in einer ungerechten Gesellschaft. Ihre Erlebnisse und die Lektionen, die sie lernt, stehen im Mittelpunkt des Romans.

Was passiert mit der Familie Ewell?

Die Familie Ewell lebt in Armut und ist gesellschaftlich ausgegrenzt. Bob Ewell ist eine zentrale Figur, die Tom Robinson fälschlicherweise beschuldigt. Am Ende des Romans wird Bob Ewell von Boo Radley getötet, als dieser versucht, die Finch-Familie zu schädigen.

Wie endet To Kill a Mockingbird?

Tom Robinson wird nie rehabilitiert; er stirbt, bevor über eine Berufung entschieden ist. Boo Radley rettet Scout und Jem vor einem Angriff durch Bob Ewell. Die Geschichte endet mit einer Reflexion über die Themen Unschuld, Gerechtigkeit und Empathie.

Die moderne Kontroverse um To Kill a Mockingbird

Was einst als unumstrittener Klassiker gegen Rassismus galt, ist heute Gegenstand heftiger Debatten. Kritikerinnen und Kritiker werfen dem Roman vor, eine „White Savior“-Erzählung zu sein: Atticus Finch erscheint als idealisierter weißer Retter, während die Geschichte des Rassismus ausschließlich aus weißer Perspektive erzählt wird. Schwarze Figuren wie Tom Robinson oder Calpurnia bleiben weitgehend Randfiguren, deren eigene Stimme kaum Raum erhält. Hinzu kommt die rassistische Sprache des Romans, die in Schulen zunehmend als problematisch empfunden wird. Ein Schulbezirk im US-Bundesstaat Washington nahm das Buch 2023 sogar von der Pflichtlektüreliste, was eine landesweite Debatte auslöste. Zusätzlich verschärft hat die Diskussion 2015 die Veröffentlichung von Harper Lees früherem Manuskript Go Set a Watchman, in dem Atticus Finch als älterer Mann die Rassentrennung verteidigt. Andere verteidigen das Werk als wichtiges Zeitdokument, das die Komplexität moralischer Fragen in einer zutiefst ungerechten Gesellschaft zeigt. Diese Ambivalenz wirft ein anderes Licht auf das nachfolgende Plädoyer.

Textpassage aus Harper Lees To Kill a Mockingbird: Das Abschlussplädoyer von Atticus Finch

Bevor Atticus spricht, bemerkt Scout eine Veränderung: Seine Stimme verliert ihre Trockenheit, er redet zu den Geschworenen, als wären sie Nachbarn an der Ecke vor der Post. Damit richtet sich die Rede nicht nur an die Jury, sondern auch an uns als Leserinnen und Leser.

Gleich zu Beginn fasst Atticus den Fall in einem Satz zusammen: „This case is as simple as black and white.“[3] Das Wortspiel ist doppelbödig: Der Fall ist eindeutig, und zugleich geht es um nichts anderes als um Schwarz und Weiß.

Dann wendet er sich Mayella Ewell zu. Sie habe kein Verbrechen begangen, sondern den ungeschriebenen Kodex ihrer Gesellschaft gebrochen, indem sie einen Schwarzen küsste, und müsse nun den Beweis ihres Tabubruchs aus der Welt schaffen: Tom Robinson. Atticus zeigt Mitleid mit ihrer Armut, aber keines mit ihrer Tat.

Die Vorstellung, alle Schwarzen lögen, nennt er „a lie as black as Tom Robinson’s skin“ (S. 226) und kehrt damit die rassistische Metaphorik gegen die, die sie benutzen.

Am Ende beschwört er das Gericht als einzigen Ort, an dem alle Menschen gleich seien: „our courts are the great levelers“ (S. 226). Und er schließt mit dem Appell: „In the name of God, do your duty.“ (S. 227)

Gerade dieser Glaube an die Gerichte macht das Plädoyer so bitter, denn die Jury verurteilt Tom Robinson trotzdem.

Hinweis zum Film

Im Film ist die Rede aufgrund der sichtbaren Darstellung umso eindrucksvoller, während Leserinnen und Leser sie über das geschriebene Wort selbst imaginieren müssen. Ich bin sicher, es gibt Analysen, die Atticus‘ Plädoyer hinsichtlich ihrer rhetorischen Stilfiguren analysieren. Es ist die Art von eindringlicher Gerichtsrede, die an Humanität appelliert, an das Gewissen, an die Moral, an die Menschlichkeit. Natürlich bekommt die Institution Gericht eine andere Perspektive, wenn man an Kafkas Prozess denkt.

Die Relevanz des Motivs in To Kill a Mockingbird

Im Deutschen wird Harper Lees To Kill a Mockingbird aus dem Jahr 1930 übersetzt mit Wer die Nachtigall stört. Beim Mockingbird oder der Spottdrossel handelt es sich um eine amerikanische Vogelart, die hierzulande wenig bis kaum bekannt sein dürfte, die Nachtigall hingegen schon. Dieser Ersatz ist verständlich, doch in der deutschen Literatur wird die Nachtigall häufig als spezifisches Motiv eingesetzt, ist sie dort ein „Symbol der Klage und des Todes, der Liebe, Sehnsucht und Melancholie sowie der Dichtkunst. Relevant für die Symbolbildung sind (a) der schon im zeitigen Frühling und (b) die Nacht hindurch bis zum frühen Morgen ertönende Gesang [sowie] (c) die Unscheinbarkeit des Vogels.“[4] Die Symbolik ist also nicht direkt aus deutscher Literatur übertragbar, man muss genauer hinsehen.

Es ist eine Sünde, eine Spottdrossel zu töten

Atticus said to Jem one day, ‘I’d rather you shot at tin cans in the back yard, but I know you’ll go after birds. Shoot all the bluejays you want, if you can hit ‘em, but remember it’s a sin to kill a mockingbird.’
That was the only time I ever heard Atticus say it was a sin to do something, and I asked Miss Maudie about it.
‘Your father’s right,’ she said. “Mockingbirds don’t do one thing but make music for us to enjoy. They don’t eat up people’s gardens, don’t nest in corncribs, they don’t do one thing but sing their hearts out for us. That’s why it’s a sin to kill a mockingbird.’[5]

Meine Übersetzung:

Eines Tages sagte Atticus zu Jem: „Ich würde lieber sehen, wie du auf Blechdosen im Hinterhof schießt, aber ich weiß, dass du Vögel jagen wirst. Schieß so viele Blauhäher, wie du willst, wenn du sie treffen kannst, aber denk daran, es ist eine Sünde, eine Spottdrossel zu töten.“
Das war das einzige Mal, dass ich Atticus sagen hörte, dass es eine Sünde sei, etwas zu tun, und ich fragte Miss Maudie danach.
„Dein Vater hat recht“, sagte sie. „Spottdrosseln tun nichts als Musik für uns machen, um sie zu genießen. Sie fressen nicht die Gärten der Leute, bauen keine Nester in Kornspeichern, sie tun nichts als ihr Herz für uns singen. Deshalb ist es eine Sünde, eine Spottdrossel zu töten.“)

Der Mockingbird als Symbol der Unschuld in Harper Lees Roman

In Harper Lees Roman jedenfalls symbolisiert der Vogel die Unschuld. Bloom’s How to Write about Harper Lee stellt interessante Fragen diesbezüglich:

„But what does the mockingbird represent? Boo Radley? Tom Robinson? Both? All African Americans? Likewise, we might ask what Jem and Scout’s snowman represents. Lee has made sure that larger forces and ideas are at work through these relatively straightforward actions and discussions. It becomes our job as readers to decipher them and apply our own context and interpretations.“[6]

Wir als Leserinnen und Leser sind also aufgefordert, genauer hinzusehen und Fragen zu stellen. Denn sind Kinder unschuldig? Inwieweit ist Grausamkeit menschlich? Letzte Woche hatte ich Gottfried Kellers Romeo und Julia auf dem Dorfe mit Blick auf Liebe, das Fremde und den Tod behandelt. Gerade am Anfang der Novelle gibt es eine Szene des Protagonistenpaares als Kinder, in der sie die Puppe des Mädchens aufschlitzen und das Innere herausrieseln lassen, in den Kopf eine Fliege sperren und dem Summen lauschen, wobei „das wenige Leben in dem dürftig geformten Bilde […] die menschliche Grausamkeit in den Kindern [erregte], und es wurde beschlossen, das Haupt zu begraben.“[7] Und auch Scout hat Vorurteile gegenüber Boo Radley und gegenüber der Verteidigung ihres Vaters von Tom Robinson.

Eine Frage des Gewissens und der Moral – Themen, die jederzeit aktuell sind

Moralität, soziale Ungleichheit und Bildung sind zentrale Themen in To Kill a Mockingbird. Es geht abseits von Rassismus vor allem um die Frage zwischen dem Guten und dem Bösen im Menschen, ein Thema, das auch in Lord of The Flies von William Golding präsent ist. Einige Figuren sind eindeutig konstituiert, etwa Atticus Finch, der mit seinem Einfühlungsvermögen und Verständnis für alle Menschen einen vorbildlichen Charakter präsentiert.

Schon die Namen der Figuren verweisen auf ihren Charakter:
„Their names invoke particular feelings and expectations. Atticus Finch is honorable, respectable, and heroic. Scout is curious, innocent, and wise. Tom Robinson is victimized yet noble. Yet even these characters may be more complicated than they first appear.“[8] Und Jean Louise wird nicht ohne Grund ‘Scout’ genannt. Sie kann nicht nachvollziehen, warum ihr Vater, den sie als einen rechtschaffenen Menschen kennt, einen Vergewaltiger verteidigt, gerade weil die Menschen in Maycomb Tom Robinson als schuldig betrachten. Im Gespräch mit Atticus erfährt das Lesepublikum den Grund dafür.

Entscheidungen treffen, um mit sich selbst leben zu können

[Atticus: …] This case, Tom Robinson’s case, is something that goes to the essence of a man’s conscience—Scout, I couldn’t go to church and worship God if I didn’t try to help that man.”
[Scout:]“Atticus, you must be wrong…”
“How’s that?”
“Well, most folks seem to think they’re right and you’re wrong…”
“They’re certainly entitled to think that, and they’re entitled to full respect for their opinions,” said Atticus, “but before I can live with other folks I’ve got to live with myself. The one thing that doesn’t abide by majority rule is a person’s conscience.”[9]

Übersetzung:

Dieser Fall, der Fall von Tom Robinson, betrifft das Wesen des Gewissens eines Menschen – Scout, ich könnte nicht in die Kirche gehen und zu Gott beten, wenn ich nicht versuchen würde, diesem Mann zu helfen.“
„Atticus, du musst dich irren…“
„Wie meinst du das?“
„Nun, die meisten Leute scheinen zu denken, dass sie recht haben und du falsch liegst…“
„Sie haben sicherlich das Recht, das zu denken, und sie haben Anspruch auf volle Achtung ihrer Meinungen“, sagte Atticus, „aber bevor ich mit anderen Leuten leben kann, muss ich mit mir selbst leben. Das Einzige, was sich nicht nach der Mehrheit richtet, ist das Gewissen eines Menschen.“

Eine Frage des Gewissens – Atticus Finch in Harper Lees To Kill a Mockingbird

Es geht um eine Gewissensfrage. In einem anderen Kontext, aber doch auch im Blick auf eine gegen die Masse durch ein Individuum gerichtete Entscheidung habe ich dieses Thema in Thomas Manns Mario und Zauberer behandelt. In To Kill a Mockingbird jedenfalls lernen Scout und ihr Bruder Jem, dass nicht immer alles so ist wie es scheint. Denn es gibt Menschen, die andere nur aufgrund der Hautfarbe zu Unrecht beschuldigen. Und es gibt Menschen, die ganz anders sind, als überall erzählt wird. Man muss sich selbst ein Bild machen.

Für sein Gewissen und die Rechte anderer einstehen

Atticus sighed. “I’m simply defending a Negro—his name’s Tom Robinson. He lives in that little settlement beyond the town dump. He’s a member of Calpurnia’s church, and Cal knows his family well. She says they’re clean-living folks. Scout, you aren’t old enough to understand some things yet, but there’s been some high talk around town to the effect that I shouldn’t do much about defending this man. It’s a peculiar case—it won’t come to trial until summer session. John Taylor was kind enough to give us a postponement…”
“If you shouldn’t be defendin’ him, then why are you doin’ it?”
“For a number of reasons,” said Atticus. “The main one is, if I didn’t I couldn’t hold up my head in town, I couldn’t represent this county in the legislature, I couldn’t even tell you or Jem not to do something again.”
“You mean if you didn’t defend that man, Jem and me wouldn’t have to mind you any more?”
“That’s about right.”
“Why?”
“Because I could never ask you to mind me again. Scout, simply by the nature of the work, every lawyer gets at least one case in his lifetime that affects him personally. This one’s mine, I guess. You might hear some ugly talk about it at school, but do one thing for me if you will: you just hold your head high and keep those fists down. No matter what anybody says to you, don’t you let ‘em get your goat. Try fighting with your head for a change… it’s a good one, even if it does resist learning.”
“Atticus, are we going to win it?”
“No, honey.”.[10]

Übersetzung:

Atticus seufzte. „Ich verteidige einfach einen Schwarzen – sein Name ist Tom Robinson. Er lebt in dieser kleinen Siedlung hinter der Mülldeponie der Stadt. Er ist Mitglied von Calpurnias Kirche, und Cal kennt seine Familie gut. Sie sagt, es sind anständige Leute. Scout, du bist noch nicht alt genug, um manche Dinge zu verstehen, aber es gab hier in der Stadt viel Gerede darüber, dass ich nicht viel tun sollte, um diesen Mann zu verteidigen. Es ist ein eigenartiger Fall – er wird erst in der Sommersitzung des Gerichts verhandelt. John Taylor war so nett, uns eine Vertagung zu geben…“
„Wenn du ihn nicht verteidigen solltest, warum tust du es dann?“, fragte Scout.
„Aus mehreren Gründen“, sagte Atticus. „Der Hauptgrund ist, dass ich sonst meinen Kopf nicht mehr in der Stadt hochhalten könnte, ich könnte diesen Landkreis nicht im Gesetzgebungsorgan vertreten, ich könnte euch nicht einmal sagen, dass ihr etwas nicht wieder tun sollt.“
„Du meinst, wenn du diesen Mann nicht verteidigen würdest, müssten Jem und ich dir nicht mehr gehorchen?“, fragte Scout.
„Das kommt etwa hin“, antwortete Atticus.
„Warum?“
„Weil ich euch dann nie wieder um Gehorsam bitten könnte. Scout, allein aufgrund der Natur seiner Arbeit bekommt jeder Anwalt mindestens einmal in seinem Leben einen Fall, der ihn persönlich betrifft. Dieser hier ist wohl meiner. Du könntest in der Schule vielleicht einige unschöne Gespräche darüber hören, aber tue mir einen Gefallen, wenn du willst: Halte einfach dein Haupt hoch und behalte deine Fäuste unten. Egal was dir jemand sagt, lass dich nicht provozieren. Versuche mal, mit deinem Verstand zu kämpfen… er ist ein guter, auch wenn er sich manchmal sträubt zu lernen.“
„Atticus, werden wir ihn gewinnen?“
„Nein, Liebes.“)

Ist Atticus mutig, weil er trotz allem, was er weiß, den Fall dennoch übernimmt? Ich denke, er ist mutig. Ich denke, und das wird auch im Buch beschrieben, dass Mut sich gerade in Situationen zeigt, die ausweglos scheinen, man aber trotzdem bei sich selbst, seinen Werten und Moral bleibt. Das beweist Charakterstärke und Integrität.

Soziale Ungleichheit und Rassismus in Harper Lees bekanntem Roman

Zur Zeit der Veröffentlichung des Buches im Jahr 1960 war Rassismus ein großes Thema. To Kill a Mockingbird erschien gerade bevor die Amerikanische Bürgerrechtsbewegung ihre Hochphase erreichte. Schwarze durften nicht dieselben Eingänge, Bänke, Badezimmer oder Trinkbrunnen nutzen wie Weiße. Im fiktiven Maycomb herrscht zudem eine strenge Hierarchie, die den sozialen Status der Einwohner definiert und auch das Verhalten festlegt. Während Landbesitzer ganz oben auf der sozialen Leiter stehen, befinden sich Landwirte unten, Schwarze dagegen unter allen Weißen, sogar den ärmsten Bauern.

Scout und Jem versuchen aufgrund ihrer Erfahrungen die soziale Struktur der Stadt zu verstehen und fragen sich, warum nicht jeder mit allen anderen gleich umgehen darf. Genauso wenig verstehen sie, wieso ein Unschuldiger allein seiner Hautfarbe wegen verurteilt werden kann. Harper Lee nutzt hier das Unverständnis der Kinder für ein derartiges System der Unterdrückung und Diskriminierung, um Kritik an der sozialen Ungleichheit und den Zuständen ihrer Zeit auszudrücken.

Vorurteile – allgegenwärtige Konstanten in unserer Gesellschaft

Schlussfolgern scheint ebenso eine anthropologische Konstante zu sein, wie das Erzählen. Tatsächlich gehört Schlussfolgern auf seine Weise in den Bereich des Erzählens, in den Bereich der Kommunikation. Vermutungen über andere Menschen anzustellen aufgrund von Verhalten oder Aussehen oder im kulturellen Gedächtnis kursierenden Stereotypen – wer kennt das nicht. Es begegnet einem überall. Man braucht sich nur in eine volle Bahn setzen und aufmerksam lauschen. Der Chef, die Mutter, der Ex-Freund, die Tante, der Hund des Nachbarn, Opas Pflegerin oder Ed Sheeran und Taylor Swift – jeder hat über jeden etwas zu erzählen – ob bekannt oder nicht. Tratschen – das wäre umgangssprachlich korrekt, passt aber auch nicht auf alle Fälle. Vorurteile tradieren sich häufig über Stereotype im kulturellen Gedächtnis einer Gesellschaft wie auch judenfeindliche Stereotype dazu gehören wie sie beispielsweise in Walter Scotts Ivanhoe an den dort vorhandenen jüdischen Figuren inszeniert werden.

In der Haut anderer Menschen – was rät Atticus Finch

Dazu ein Rat von Atticus:

Atticus stood up and walked to the end of the porch. When he completed his examination of the wisteria vine he strolled back to me. “First of all,” he said, “if you can learn a simple trick, Scout, you’ll get along a lot better with all kinds of folks. You never really understand a person until you consider things from his point of view—” “Sir?”
“-until you climb into his skin and walk around in it.”[11]

Meine Übersetzung:

Atticus stand auf und ging ans Ende der Veranda. Als er seine Untersuchung der Glyzinienrebe beendet hatte, schlenderte er zu mir zurück. „Zunächst einmal“, sagte er, „wenn du einen einfachen Trick lernen kannst, Scout, wirst du mit allen möglichen Leuten viel besser auskommen. Du verstehst eine Person nie wirklich, bis du die Dinge aus seiner Perspektive betrachtest –“ „Sir?“

„- bis du in seine Haut kletterst und darin herumgehst.“

Black Like Me von John Howard Griffin – in die Haut anderer Menschen schlüpfen

Der US-amerikanische Autor John Howard Griffin hat eben dies für das 1961 veröffentlichte Buch Black Like Me getan. Er färbte seine Haut mit Medikamenten und unter Einwirkung von UV-Strahlung dunkler. Dann reiste er mehrere Wochen durch die Südstaaten und erlebte Rassismus und Diskriminierung aus erster Hand. Seine Erlebnisse dokumentiert er in Form eines Tagebuchs, daraus entstand das Buch.

Black Like Me ist ein einflussreiches Buch, das dazu beitrug, das Bewusstsein für die Rassenproblematik in den USA zu schärfen und zu Diskussionen über Rassismus und Vorurteile anzuregen. Es bietet einen einzigartigen Einblick in die Erfahrungen von Schwarzen im amerikanischen Süden während der Zeit der Rassentrennung.

„I was the same man, whether white or black“[12]

So machte Griffin eine interessante, allerdings schmerzhafte Beobachtung:

„I was the same man, whether white or black. Yet when I was white, I received the brotherly-love smiles and privileges from whites and the hate stares or obsequiousness from Negroes. And when I was a Negro, the whites judged me fit for the junk heap, while the Negroes treated me with great warmth.“[13]

Wie er behandelt wurde, war von der Hautfarbe abhängig, sodass er auch eine Identitätskrise durchlief, mit der er vorher nicht gerechnet hatte. Er wurde beispielsweise auf offener Straße als Boy angesprochen und sollte Taschen aus einem Taxi räumen.[14] Unterwegs stellte er fest, dass die Leute tagsüber an ihm vorbeifuhren, ihn nachts jedoch mitnehmen wollten – nicht aus Freundlichkeit oder Hilfsbereitschaft etwa –, sondern, um mehr über die sexuellen Praktiken von Schwarzen zu erfahren. Diese Männer dachten, Schwarze hätten all die sexuellen Praktiken erlebt, die sie sich wohl selbst vorstellten, aber nicht erlaubten.[15] „A man will reveal himself in the dark, which gives the illusion of anonymity, more than he will in the bright light.“[16]

Das Fremde, das Andere und das Ich – wie relevant ist die Hautfarbe

„In Black Like Me, I tried to establish one simple fact, which was to reveal the insanity of a situation where a man is judged by his skin color, by his philosophical „accident“ – rather than by who he is in his humanity.
I think I proved that, because as a white man I could go anywhere freely; but as a black man I was restricted by segregation laws and Southern white customs. I was judged entirely by my pigmentation and not by my qualities as a human individual.“[17]

Übersetzung:

In Black Like Me versuchte ich, eine einfache Tatsache festzustellen: nämlich den Irrsinn einer Situation aufzudecken, in der ein Mensch nach seiner Hautfarbe, nach seinem philosophischen ‘Zufall’ – anstatt nach dem beurteilt wird, wer er in seiner Menschlichkeit ist.
Ich denke, ich habe das bewiesen, denn als weißer Mann konnte ich mich frei überall bewegen; aber als schwarzer Mann war ich durch Segregationsgesetze und südliche weiße Bräuche eingeschränkt. Ich wurde ausschließlich nach meiner Pigmentierung beurteilt und nicht nach meinen Qualitäten als menschliche Person.

Warum wählte John Howard Griffin für Black like me die Form des Tagebuchs?

Griffins Entscheidung, seine Erkenntnisse als Tagebuch niederzuschreiben, bringt seine eigenen Erfahrungen direkt zum Leser. Es ist ein Tagebuch, das von einer realen Person geschrieben wurde, es handelt sich um reale Ereignisse. Für mich wirkt die Form eines Tagebuchs persönlich, intensiv und eindringlich. Es scheint wie ein Zwiegespräch zwischen Autor bzw. Text und Rezipient, sodass Reflexion möglich wird. Jeder könnte, egal ob schwarz oder weiß, eine Verbindung zwischen dem Gelesenen und eigenen Erfahrungen ziehen. Es ist authentisch. Es ist real. Und es ist wahr.

Veränderung fängt mit Denken an. Ich hatte bereits in meinem Beitrag zu Ernst Blochs Spuren auf John Howard Griffins Black Like Me im Zusammenhang mit einer Spur gesprochen. Diese greife ich jetzt wieder auf und werde den zugehörigen Text im Rahmen dieses Beitrags über Harper Lees To Kill a Mockingbird anführen.

DER SCHWARZE – eine Spur aus Ernst Blochs Spuren

Einer blickte sich schon mehr an, grade indem er irrte. Spät abends kam ein Herr ins Hotel, mit Freunden, alle Betten waren besetzt. Außer einem, doch im Zimmer schlief bereits ein Neger, wir sind in Amerika. Der Herr nahm das Zimmer trotzdem, es war nur für eine Nacht, in aller Frühe mußte er auf den Zug. Schärfte daher dem Hausknecht ein, sowohl an der Tür zu wecken als am Bett, und zwar am richtigen, nicht an dem des Schwarzen. Auf die Nacht nahm man allerhand Scharfes, mit so viel Erfolg, daß die Freunde den Gentleman, bevor sie ihn ins Negerzimmer schaffen, mit Ruß anstrichen und er es nicht einmal merkte. Wie nun der Hausknecht den Fremden geweckt hatte, er rast an den Bahnhof, in den Zug, in die Kabine, sich zu waschen: so sieht er sich im Spiegel und brüllt: »Jetzt hat der Dummkopf doch den Neger geweckt.« – Die Geschichte wird auch noch anders erzählt. Läuft aber immer auf das Gleiche hinaus. War der Mann nicht verschlafen? Gewiß, und er war zugleich nie wacher als in diesem Augenblick. So unbestimmt nah an sich selbst und die gewohnte Weiße fiel vom Leib wie ein Kleid, in das man ihn sonst, wenn auch ganz angenehm, gesteckt hatte. Auch die Weißen sehen meist nur dem Zerrbild von sich ähnlich; da sitzt nichts, das Leben ein schlechter Schneider. Dem Neger freilich fiele sein Kleid noch mehr herunter, blinzelte er einmal scharf hin.[18]

Verbindungen über Romane hinweg – von To Kill a Mockingbird zu Black like me hin zu Ernst Blochs Spuren

Natürlich, Ernst Bloch hat Spuren 1930 veröffentlicht, also ungefähr 30 Jahre vor To Kill a Mockingbird (wobei der Roman ja in diesem Zeitraum angesiedelt ist) und Black Like Me. Aber trotzdem greift er meiner Ansicht mit dieser Textpassage ein wichtiges Thema auf, ein Thema, das durch die Figur des Atticus Finch anklingt und das John Howard Griffin ausgeführt hat. Natürlich, diese Spur von Ernst Bloch muss nichts mit Rassismus, sozialer Ungerechtigkeit und Diskriminierung zu tun haben. Doch ich erkenne hier die Verbindung zwischen dem Fremden und dem Ich sowie über das Spiegelmotiv die Option zum Erkennen des Anderen und des Selbst bzw. überhaupt die Frage, ob eine derartige Erkenntnis über die Grenzen der eigenen Wahrnehmung und Erfahrung möglich ist. Über den Spiegel sind es die Augen, müssen es die Augen sein, denn einem Blinden wäre die Hautfarbe egal. Er würde sie nicht sehen. Wobei man hier wieder ist bei dem berühmten Zitat aus Antoine de Saint-Exupérys Der Kleine Prinz, nämlich: „[M]an sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“[19]

Der Blick in den Spiegel – wen sehen wir wirklich?

Es geht jedenfalls um Erkennen, um das Erkennen des Selbst unter Berücksichtigung der menschlichen Gestalt. Die Auslegung allerdings – die dürfte ambig sein, vieldeutig. Und dies aufgrund ihrer Subjektivität, ihrer Individualität. Doch – und da geht die Individualität salopp formuliert ‘vor die Hunde’, sind ja gerade Stereotype, die auf Ausgrenzung, Diskriminierung und sozialer Ungleichheit gründen, in spezifischen kulturellen Gruppen oder bestimmten sozialen Gemeinschaften gleichermaßen bekannt, weil sie auf Erzählungen, Aberglauben und Mythen basieren, die jahrhundertelang tradiert sind – daher allgemein bekannt. Das betrifft sämtliche Bereiche des menschlichen Zusammenlebens.

Insofern ist das Abschlussplädoyer von Atticus Finch auch über den Fall von Tom Robinson hinaus zu betrachten, weil er sich auf sämtliche Bereiche des menschlichen Zusammenlebens anwenden lässt und auf die von Menschen gemachte Rechtssystematik und ihr Handeln. Es geht nicht nur um Schwarz und Weiß, es geht um Menschen und ihr Zusammenleben im Allgemeinen, was zeitlose Gültigkeit besitzt.

Katrin Beißner

Weiterführende Fragen zu Harper Lees To Kill A Mockingbird

Die Fragen, die in Bloom’s How to Write about Harper Lee zu den im Buch verhandelten Themen gehören sind offengehalten und lassen Spielraum für Diskussionen. Teilweise habe ich eigene Fragen hinzugefügt.

Toleranz als Thema in To Kill A Mockingbird

  • „What message does Lee seem to be sending about tolerance? Is her message specific to Maycomb, or does it apply to the wider world?“[20]
  • Sind es die Figurenreden, die Eindringlichkeit in den jeweiligen Szenen herstellen oder sind dies die Handlungen der Figuren, die eine Atmosphäre der Toleranz bzw. Intoleranz herstellen?

Gerechtigkeit als Thema in To Kill A Mockingbird

  • Is justice in its purest form ever found in To Kill a Mockingbird, or is it always tainted with compromise, sacrifice, or defeat?[21]
  • Ist das Rechtssystem gerecht? Bedacht werden muss, dass es sich um ein amerikanisches Buch handelt.

Vorurteile als Thema in To Kill A Mockingbird

  • „Do race issues appear throughout the novel or just in sections?“[22]
  • Welche Formen von Vorurteilen werden in dem Buch aufgerufen?
  • Welche Figuren haben wem gegenüber welche Vorurteile?
  • Welche Lösungen werden im Buch genannt, die Vorurteilsbildung entgegenwirken?

Mut als Thema in To Kill A Mockingbird

  • „In what ways is courage defined in the novel?“[23]
  • Welche Figuren erscheinen warum mutig?
  • Wie würde man das Gegenteil von Mut nennen?

Sympathie/Empathie als Themen in To Kill A Mockingbird

„Is there a clear difference between sympathy and empathy throughout the novel? If so, is one generally considered better than the other?“[24]

Welche Figuren evozieren Sympathie? Mit welchen Figuren kann man Mitleid empfinden? Inwiefern korrelieren hier spezifische Figurenkonzeptionen mit dem gesellschaftlichen Status, den diese innehaben?

Sozialer Status/gesellschaftliche Hierarchie als Themen in To Kill A Mockingbird

  • „What role does social status or class play in the novel?“[25]
  • Auf welche Art und Weise wird Status im Roman angezeigt?
  • Wie reden die Figuren verschiedener Klassen miteinander?

Bildung als Thema in To Kill A Mockingbird

  • „What is the role of education in To Kill a Mockingbird? How important is it to each character? Why?“[26]
  • Wie wird die Bildung in der Schule dargestellt und wie sind die Reaktionen der verschiedenen Figuren auf dieses System?
  • Was genau wird in der Schule gelehrt, was ist erwünscht, was nicht gern gesehen?

Aberglaube als Thema in To Kill A Mockingbird

„Which characters in the novel are superstitious? Why? About what?“[27]

Verwendete Literatur

Quellen

Bloch, Ernst: Spuren. Frankfurt am Main 1985. (Ernst Bloch Gesamtausgabe Band 1).

Griffin, John Howard: Black Like Me. Edited and annotated by Thomas Rau. Braunschweig 2009

Keller, Gottfried: Romeo und Julia auf dem Dorfe. Stuttgart 1966 (Universal-Bibliothek Nr. 6172), S. 10.

Kemp, Courtney; Segel, Amanda: The Good Wife [TV-Serie]. Television Studios, King Size Productions, Scott Free Productions, Small Wishes Productions. CBS 2009-2016.

Lee, Harper: To kill a mockingbird. London 1960.
Foto: Cover design by Glenn O’Neill, Cover Illustrations derived from photographs supplied courtesy of Getty Images.

Saint-Exupéry, Antoine de: Der kleine Prinz. Mit Illustrationen des Autors. Ins Deutsche übertragen von Grete und Josef Leitgeb. Zürich 1999.

Sekundärliteratur

Lengiewicz, Adam: Nachtigall. In: Metzler Lexikon literarischer Symbole. Hg. von Günter Butzer und Joachim Jacob. 3., erweiterte und um ein Bedeutungsregister ergänzte Auflage. Stuttgart 2021, S. 428-429.

Watkin, Amy: Bloom’s How to Write About Harper Lee. Landisville 2012.


[1] Die von mir aufgeführten Themen habe ich dem folgenden Buch entnommen. Ich werde noch genauer auf einzelne Aspekte eingehen: Watkin, Amy: Bloom’s How to Write About Harper Lee. Landisville 2012, S. 50-57. [2] Kemp, Courtney; Segel, Amanda: The Good Wife [TV-Serie]. Television Studios, King Size Productions, Scott Free Productions, Small Wishes Productions. CBS 2009-2016, hier Season 6, Folge 20, 08:47-09:02. [3] Lee, Harper: To kill a Mockingbird. London 1960, S. 224-227. [4] Lengiewicz, Adam: Nachtigall. In: Metzler Lexikon literarischer Symbole. Hg. von Günter Butzer und Joachim Jacob. 3., erweiterte und um ein Bedeutungsregister ergänzte Auflage. Stuttgart 2021, S. 428-429. [5] Lee: To kill a Mockingbird, S. 99-100. [6] Watkin: Bloom’s How to Write About Harper Lee, S. 42. [7] Keller, Gottfried: Romeo und Julia auf dem Dorfe. Stuttgart 1966 (Universal-Bibliothek Nr. 6172), S. 10. [8] Watkin: Bloom’s How to Write About Harper Lee, S. 40. [9] Lee: To kill a Mockingbird, S. 116. [10] Lee: To kill a Mockingbird, S. 83-84. [11] Lee: To kill a Mockingbird, S. 33. [12] Griffin, John Howard: Black Like Me. Edited and annotated by Thomas Rau. Braunschweig 2009, S. 166. [13] Ebd. [14] Ebd., S. 166-167. [15] Ebd., S. 116-117. [16] Ebd., S. 117. [17] Ebd., S. 249. [18] Ernst Bloch. Spuren. Frankfurt am Main 1985. (Ernst Bloch Gesamtausgabe Band 1), S. 34-35. [19] Saint-Exupéry, Antoine de: Der Kleine Prinz. Mit Illustrationen des Autors. Ins Deutsche übertragen von Grete und Josef Leitgeb. Zürich 1999, S. 72. [20] Watkin: Bloom’s How to Write About Harper Lee, S. 53. [21] Ebd., S. 53. [22] Ebd., S. 54. [23] Ebd., S. 55. [24] Ebd. [25] Ebd., S. 55-56. [26] Ebd., S. 56-57. [27] Ebd., S. 57.

Bildquellen

  • To-Kill-A-Mockingbird: Penguin Random House UK, Cover design by Glenn O'Neill

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