Der Zauberer von Oz: Conditio humana im blinden Fleck der Figuren
Der Zauberer von Oz bzw. The Wonderful Wizard of Oz von Lyman Frank Baum ist ein bekanntes amerikanisches Märchen und hat in den USA so in etwa denselben Stellenwert wie hierzulande die Märchen der Gebrüder Grimm. Zumindest das für den Film The Wizard of Oz (1939) komponierte Lied Over the Rainbow oder Somewhere Over the…
Martina Clavadetscher – Die Schrecken der anderen: Erzähltheorie, Figuren und Realität
Martina Clavadetscher ist mit Die Schrecken der anderen ein herausragendes Erzählwerk gelungen, das sich mit erzähltheoretischen Kriterien untersuchen lässt und mit einer besonderen Intention verbunden ist: „Aus der näheren Geschichte wie Zweiter Weltkrieg in der Schweiz hört man sehr wenig, obwohl es da natürlich auch sehr viel zu erzählen gäbe. Das sind die unliebsamen Geschichten.…
No & ich – Delphine de Vigan – Gewalt und Solidarität
Bei No & ich von der französischen Autorin Delphine de Vigan bin ich Wiederholungleserin. 2007 ist das Buch erschienen, 2008 dann auch in der deutschsprachigen Übersetzung. Ich kann nicht mehr zurückverfolgen, wo ich das Buch einst gekauft habe oder ob es ein Geschenk war. Ich hatte es schon einmal gelesen. Warum kam der Impuls ausgerechnet…
Der Zauberer von Oz analysiert: Figuren, Farben, Allegorien
„There’s no place like home“ oder „We’re not in Kansas anymore“ – kaum eine Geschichte hat unsere Kultur so durchdrungen wie L. Frank Baums The Wonderful Wizard of Oz (1900). Hinter dem bunten Kinderbuchklassiker, das in den USA denselben Stellenwert hat wie bei uns die Grimms, steckt mehr als Hexen und sprechende Tiere: Es spiegelt unsere tiefsten Selbstzweifel,…